Der Stadtsenat hat einstimmig die Vergabe der Planungsarbeiten für die Neugestaltung des Marktplatzes im Stadtteil Münichholz beschlossen. Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Konzepts zur Aufwertung eines Stadtteils mit mehr als 6.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und betrifft sowohl den öffentlichen Raum als auch die Infrastruktur rund um die Bushaltestelle.
Was geplant ist
Konkreter Gegenstand der geplanten Umgestaltung ist der Bereich Franz-Sebek-Straße/Karl-Punzer-Straße bei der bestehenden Bushaltestelle. Ziel ist eine sichtbare Aufwertung des öffentlichen Raums und die Sanierung sowie die barrierefreie Gestaltung der Haltestelle. Auch der Wochenmarkt soll in die Planungen integriert werden, sodass Marktbetreiberinnen, Kundinnen und Pendlerinnen von der Neugestaltung profitieren.
Auftragnehmer und Beteiligung
Den Planungsauftrag erhält das Steyrer Architekturbüro Poppe & Prehal. Die Stadträtin für Stadtentwicklung, Evelyn Kattnigg (FP), betonte die Bedeutung der Bürgerbeteiligung und lud die Bevölkerung ein, sich mit eigenen Ideen am Prozess zu beteiligen.
„Das Thema ist und war ein Wunsch der Bürger im Münichholz, den ich absolut nachvollziehen kann“,
so Kattnigg weiter. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werde, die den Vorstellungen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie den Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Denkmalschutz gerecht werde.
Offene Fragen: WAG-Wohnungen und Balkone
Ein weiterer wesentlicher Punkt des Stadtteilkonzepts betrifft die WAG-Wohnungen. Geprüft wird, wie trotz bestehendem Ensembleschutz Balkonlösungen umgesetzt werden können. Kattnigg verwies darauf, dass das Thema bereits im Gestaltungsbeirat diskutiert worden sei und im November zur Wiedervorlage komme.
- Standort: Bereich Franz-Sebek-Straße / Karl-Punzer-Straße
- Ziel: Aufwertung des öffentlichen Raums, barrierefreie Bushaltestelle
- Einbindung: Wochenmarkt, Bürgerbeteiligung
- Planer: Architekturbüro Poppe & Prehal
- Offen: Balkon-Lösungen bei WAG-Wohnungen trotz Ensembleschutz
Bedeutung für die Bewohnerinnen und Bewohner
Für die Anrainerinnen und Anrainer bedeutet die geplante Neugestaltung konkrete Verbesserungen im Alltag: eine modernisierte, barrierefreie Bushaltestelle erleichtert Mobilität für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Einschränkungen. Die stärkere Einbindung des Wochenmarkts kann lokale Anbieterinnen und Anbieter stärken und die Aufenthaltsqualität im Viertel erhöhen. Die Prüfung von Balkonen an WAG-Gebäuden adressiert einen lang geäußerten Wunsch vieler Bewohnerinnen und Bewohner und könnte die Wohnqualität ohne umfassende Neubauten verbessern.
| Aspekt | Konsequenz |
|---|---|
| Barrierefreie Bushaltestelle | Verbesserte Erreichbarkeit des ÖV |
| Einbindung Wochenmarkt | Stärkung lokaler Versorgungsstrukturen |
| Balkonprüfung WAG | Erhöhung der Wohnqualität bei Bestandssanierung |
Die nächste formale Station im Verfahren ist die konzeptionelle Ausarbeitung durch das beauftragte Büro und die weitere Diskussion im Gestaltungsbeirat sowie öffentliche Beteiligungsformate. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Münichholz bleibt es wichtig, die angekündigten Beteiligungsangebote zu nutzen, damit Planungsentscheidungen die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort widerspiegeln.