Langjähriges Engagement in der Ambulanz: Für Patienten mehr als nur Wartezeit
In der Bezirksstelle Judenburg des Roten Kreuzes hat ein Team von Ehrenamtlichen die Arbeit der medizinischen und pflegerischen Dienste über ein Jahrzehnt ergänzt. Seit 15 Jahren begleiten die acht Ambulanzhelferinnen wartende Patientinnen und Patienten – und haben nach Angaben der Bezirksstelle inzwischen rund 15.000 Stunden freiwilliger Hilfe geleistet.
Was die Ambulanzhelferinnen tun und warum das wichtig ist
Die Einsatzzeit des Teams beschränkt sich nicht auf körperliche Hilfe; die Freiwilligen sind vor allem für die Betreuung wartender Menschen zuständig. Damit füllen sie eine Lücke, die professionelle Einsatzkräfte aus Zeit- oder Organisationsgründen nicht immer schließen können. Die Präsenz der Helferinnen bietet den Patientinnen und Patienten soziale Unterstützung und entlastet zugleich das medizinische Personal.
- Träger: Rotes Kreuz, Bezirksstelle Judenburg
- Teamgröße: acht Ambulanzhelferinnen
- Engagementdauer: 15 Jahre
- Gesamtzeit: rund 15.000 Stunden Ehrenamtsarbeit
Anerkennung beim Jubiläum
Beim Festakt in der Bezirksstelle würdigte Bezirksstellenleiter Gernot Maurer die geleistete Arbeit und rechnete die Gesamtstunden zusammen. Als Ausdruck der Anerkennung erhielten verdiente Helferinnen das Rot-Kreuz-Verdienstzeichen in Silber. Vertreterinnen der KAGES — namentlich Sandra Huber und Ilse Pech — unterstrichen die Bedeutung dieser Freiwilligenarbeit für das Funktionieren der Ambulanz.
„Die Ambulanzhelferinnen sind unschätzbar und unverzichtbar. Sie verdienen besondere Wertschätzung.“
Konkrete Bedeutung für Patientinnen und Personal
Die Präsenz ehrenamtlicher Helferinnen wirkt sich auf verschiedene Ebenen aus: Kurzfristig verbessern sie die Warteatmosphäre und reduzieren Stress für Patienten; organisatorisch entlasten sie die Berufsgruppen, die sich auf medizinische Aufgaben konzentrieren müssen. Langfristig trägt ein verlässliches Ehrenamt zur Stabilität des regionalen Gesundheitsangebots bei und stärkt das Vertrauen der Bevölkerung in die lokale Versorgung.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Teamgröße | 8 Personen |
| Engagementdauer | 15 Jahre |
| Gesamtstunden | rund 15.000 Stunden |
Ausblick und Bedeutung für den Bezirk
Die Auszeichnung beim Jubiläum ist mehr als Symbolik: Sie macht sichtbar, wie stark ehrenamtliche Strukturen die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen wie dem Bezirk Murtal ergänzen. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Judenburg bedeutet das konkret: beständigere Betreuung in hektischen Situationen und eine zusätzliche Anlaufstelle jenseits rein medizinischer Abläufe. Für das Personal im Roten Kreuz und in KAGES-Einrichtungen heißt es, dass verlässliche Freiwillige die tägliche Arbeit nachhaltig unterstützen.
Die Veranstaltung hat außerdem eine weitere Funktion: Sie ist ein Aufruf zur Wertschätzung und, wo nötig, zur Verstärkung solcher Initiativen. Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, erfährt bei der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Judenburg die notwendigen Informationen zur Mitarbeit und zu Ausbildungsmöglichkeiten.