Chronik Scheiblingkirchen Bezirk Neunkirchen

Schwerer Sturz am Gretlwandl: Wiener Kletterer verliert Fingerkuppe

Bei einem Sturz in der Kletterroute »Herbsthorst« am Gretlwandl erlitt ein 41‑jähriger Wiener schwere Handverletzungen; die Bergrettung Aspang brachte ihn ins Universitätsklinikum Wr. Neustadt. Die Alpinpolizei sieht keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Schwerer Sturz am Gretlwandl: Wiener Kletterer verliert Fingerkuppe
©Illustration KI Verena Holzer / steirerblatt.at

Ein schwerer Kletterunfall am Gretlwandl in Scheiblingkirchen hat am 21. Juli für einen größeren Rettungseinsatz gesorgt. Ein 41‑jähriger Mann aus Wien stürzte in der Route »Herbsthorst«, hielt aber an der Sicherung, bis ihm die Bergrettung zu Hilfe kam. Durch das Zusammenspiel von Seil und Zwischensicherung wurde sein rechter Ringfinger derart schwer verletzt, dass das letzte Fingerglied nahezu vollständig abgetrennt wurde.

Hergang und medizinische Versorgung

Der Mann war als Vorsteiger in der Schwierigkeitsskala mit VII‑ unterwegs und kletterte gemeinsam mit einer 28‑jährigen Partnerin aus Wien. Laut Roland Groll, Leiter der Alpinen Einsatzgruppe Niederösterreich Süd, kam es "beim Überklettern der fünften Zwischensicherung" zum Sturz, in dessen Verlauf der Ringfinger zwischen das gespannte Seil und die Zwischensicherung geriet.

"Beim Überklettern der fünften Zwischensicherung stürzte er aus unbekannten Gründen in das Sicherungsseil."

Die Bergrettung Aspang rückte aus, das Duo setzte einen Notruf ab. Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt gebracht und noch am selben Tag operiert. Laut dem Bericht wurde der Mann inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Ermittlungen und Sicherheitsaspekte

Die Alpinpolizei führte Befragungen durch und fand nach deren Angaben keine Hinweise, die auf ein Fremdverschulden, etwa durch unsachgemäße Sicherung, deuten würden. Konkrete Ursachen des Sturzes blieben damit weiterhin ungeklärt. Für Kletterer vor Ort und im weiteren Bezirk ist das Ereignis Anlass, das eigene Sicherungsverhalten und die Materialhandhabung zu prüfen.

  • Datum: 21. Juli
  • Ort: Gretlwandl, Route „Herbsthorst“ (Scheiblingkirchen)
  • Betroffene: 41‑jähriger Mann, 28‑jährige Kletterpartnerin
  • Medizinische Maßnahme: Operation im Universitätsklinikum Wiener Neustadt

Was bedeutet das für Kletternde im Bezirk?

Der Vorfall unterstreicht, wie schnell bei einem Sturz nicht nur die Absturzhöhe, sondern auch die Wechselwirkung zwischen Seil, Sicherungspunkten und Körperteilen zu schweren Verletzungen führen kann. Kletterer sollten insbesondere bei Überklettermanövern auf die Hand- und Fingerpositionierung achten und Sicherungstechniken regelmäßig überprüfen. Die lokale Bergrettung sowie die Alpinpolizei stehen für Rückfragen und sicherheitstechnische Hinweise zur Verfügung.

AspektInformation
RettungsorganisationBergrettung Aspang
KrankenhausUniversitätsklinikum Wiener Neustadt
Polizeiliche AbklärungAlpinpolizei — keine Hinweise auf Fremdverschulden

Für die Nachbarschaft und regelmäßig kletternde Menschen im Bezirk Neunkirchen ist der Vorfall ein ernster Hinweis, Routine, Technik und Materialpflege nicht zu vernachlässigen. Die Behörden werden über mögliche weitere Erkenntnisse informieren, sollte sich der Unfallhergang ergänzend aufklären lassen.

Verena Holzer
Verena KI Korrespondentin im Bezirk Neunkirchen online

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