Junge Programmkuratorinnen und -kuratoren bringen Kurzfilme auf die Leinwand
Ende Juni veranstalteten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oberpullendorf einen Kinovormittag, der sich ganz der österreichischen Kurzfilmkunst widmete. Unter dem Titel „Absolut Kurzfilm“ lief ein rund 80 Minuten langes Programm im Kino Oberpullendorf, das von den beteiligten Jugendlichen organisiert, gestaltet und moderiert wurde.
Verantwortlich für das Projekt waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wahlpflichtgegenstandes Studio 4K aus den Klassen 6A und 6B. Begleitet wurden sie von Fachleuten: Stefan Huber vom Film Museum, ihrer Professorin Sarah Estermann und Oliver Treiber vom Kino Oberpullendorf. Gemeinsam stellten sie ein Programm unter dem Motto „Realität, einmal anders“ zusammen, das verschiedene Aspekte des Erwachsenwerdens, familiärer Beziehungen und zwischenmenschlicher Dynamiken beleuchtete.
„Realität, einmal anders“
Das Projekt verband Vermittlung, Programmkuratorenschaft und Moderation: Die Schülerinnen und Schüler wählten die Filme aus, bereiteten Einführungstexte und Moderationen vor und begleiteten das Publikum durch den Vormittag. Damit erhielten sie praktische Einblicke in Abläufe des Kinobetriebs und in die kuratorische Arbeit, ergänzt durch fachliche Unterstützung vom Film Museum und dem Kino vor Ort.
Bedeutung für Kultur- und Medienbildung im Bezirk
Solche Schulprojekte stärken die lokale Kulturszene, weil sie junge Menschen direkt an Filmvermittlung und Veranstaltungsorganisation heranführen. Für das Publikum im Bezirk bedeutet das ein diverseres Kulturangebot und die Möglichkeit, regionale Bildungsinitiativen öffentlich wahrzunehmen. Lehrende erhalten durch die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Film Museum und dem Kino zudem Unterstützung für fächerübergreifende Projekte.
Praktische Folgen vor Ort sind vielseitig: Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen in Medienanalyse, Moderation und Eventorganisation; das Kino Oberpullendorf erweitert sein Programmangebot; und das Gymnasium fördert durch solche Aktivitäten die Präsentations- und Teamfähigkeiten der Jugendlichen.
- Veranstalter: Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Studio 4K (Klassen 6A und 6B).
- Begleitung: Stefan Huber (Film Museum), Sarah Estermann (Professorin), Oliver Treiber (Kino Oberpullendorf).
- Programmumfang: rund 80 Minuten Kurzfilme unter dem Motto „Realität, einmal anders“.
| Datum | Ort | Teilnehmer |
|---|---|---|
| Ende Juni | Kino Oberpullendorf | Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oberpullendorf (Studio 4K) |
Für Interessierte bieten solche Formate Anknüpfungspunkte: Schulen können ähnliche Kooperationen mit regionalen Kultureinrichtungen planen; Eltern und Gemeindeverantwortliche können Projekte dieser Art unterstützen, um Medienkompetenz und kulturelles Bewusstsein in der Region zu fördern.
Das filmpraktische Lernen vor Ort ist ein Beispiel dafür, wie Schulunterricht und lokale Kulturträger zusammenwirken können, um jungen Menschen konkrete berufliche und kulturelle Erfahrungen zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit von Schule, Film Museum und Kino zeigt, wie vielfältig und praxisorientiert Kulturvermittlung im Bezirk Oberpullendorf sein kann.