Schleuse nach Reparaturmaßnahme wieder geöffnet
Zwei Wochen nach dem Zusammenstoß eines Donau-Kreuzfahrtschiffs mit der Schleusenanlage in der Freudenau ist die beschädigte Schleuse erneut in Betrieb genommen worden. Der Betreiber, das Donaukraftwerk Freudenau des Verbundes, gab an, die Befahrung sei ab heute um 6.00 Uhr wieder möglich.
Nach dem Zwischenfall war zunächst von einem mittelschweren Schaden die Rede. Den Hauptaufprall hat nach Angaben des Betreibers der Mittelpfeiler der Schleusenmauer abbekommen; anschließend prallte das Passagierschiff gegen das rechte Schleusentor und beschädigte das davor angebrachte sogenannte Schrammholz.
Art und Umfang der Instandsetzungsarbeiten
Die Reparaturen dauerten insgesamt zwei Wochen. Im Verlauf der Arbeiten wurde das beschädigte Schrammholz ausgetauscht. An der Hydraulik der Schleuse seien keine größeren Schäden festgestellt worden, teilte der Betreiber mit. Während der Instandsetzungsphase wurde der Schiffsverkehr über die linke Schleusenkammer abgewickelt.
- Reparaturdauer: zwei Wochen
- Wiederinbetriebnahme: heute, 6.00 Uhr
- Vorläufiger Zustand Hydraulik: keine gröberen Schäden
Wegen des derzeit niedrigen Wasserstandes auf der Donau hatte der Vorfall insgesamt nur begrenzte Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen, so der Verbund. Geplante Wartungsarbeiten am linken Schleusentor im Herbst sollen genutzt werden, um zu prüfen, ob am rechten Tor weitere Nachbesserungen erforderlich sind.
Schiff abgelegt und technische sowie strafrechtliche Prüfung
Das beteiligte Passagierschiff, die „MS Anna Katharina“, wurde auf Anordnung der Schifffahrtsaufsicht in eine Werft nach Linz geschleppt und soll dort repariert werden.
"MS Anna Katharina" wurde auf Anordnung der Schifffahrtsaufsicht in eine Werft nach Linz geschleppt und soll dort repariert werden.
Das Schiff führte freiwillig eine sogenannte Black Box, deren Daten nun sowohl vom Betreiber als auch von der niederländischen Zulassungsbehörde ausgewertet werden. Parallel dazu untersucht die Polizei den Unfallhergang; derzeit laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Ein technischer Defekt wird als alternative Ursache nicht ausgeschlossen.
Ausblick und Bedeutung für die Schifffahrt
Die baldige Wiederherstellung der Schleusenfunktion beseitigt eine unmittelbare Einschränkung im Donauverkehr an diesem Abschnitt. Gleichwohl bleibt die Klärung der Unfallursache aus verkehrs- und haftungsrechtlicher Sicht wesentlich. Die Auswertung der Black-Box-Daten sowie die polizeilichen Ermittlungen werden darüber Aufschluss geben, ob menschliches Fehlverhalten, Bedienungsfehler oder ein technischer Defekt den Vorfall ausgelöst haben.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Dauer Reparatur | 2 Wochen |
| Wiederinbetriebnahme | heute, 6.00 Uhr |
| Weitere Prüfungen | Herbst (Revision linkes Schleusentor) |
Sollten die Ermittlungen Anhaltspunkte für Fahrlässigkeit liefern, könnten sich daraus straf- und zivilrechtliche Folgen für die Verantwortlichen ergeben. Unabhängig davon stehen für Betreiber und Aufsicht die technische Nachrüstung und die Verbesserung von Sicherheitsabläufen im Vordergrund, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.