Kultur

Salzburg macht Austausch sichtbar: Ausstellung zum 40- und 20-jährigen Jubiläum

Unter dem Titel «More than a guest» zeigt Salzburg im Herbst die Ergebnisse seines langjährigen internationalen Austauschs: 40 Jahre artists-in-residence und 20 Jahre scientists-in-residence werden mit einer Ausstellung und einem Begleitprogramm gewürdigt.

Salzburg macht Austausch sichtbar: Ausstellung zum 40- und 20-jährigen Jubiläum
©Illustration KI Elisabeth Ferstl / steirerblatt.at

Ein Doppeljubiläum in der Stadtgalerie

Salzburg bereitet sich darauf vor, zwei Jahrzehnte und ein halbes Menschenalter institutionalisierten Austauschs im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich sichtbar zu machen. Unter dem Leitmotiv „More than a guest“ präsentiert die Stadt im Herbst eine Jubiläumsausstellung samt Begleitprogramm, die das Profil Salzburgs als Kultur- und Wissensstadt betonen soll.

Die Programme, um die es geht, haben unterschiedliche Startpunkte: Das Künstleratelier im Künstlerhaus, das heute als artists-in-residence (AIR) firmiert, begann im Jahr 1986. Das wissenschaftliche Pendant, scientists-in-residence (SIR), wurde zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2006, eingerichtet. Beide Initiativen verfolgen das Ziel, Zeit, Raum und Vernetzungsmöglichkeiten für internationale Gäste und lokale Akteurinnen zu schaffen. Daraus entstehen Projekte, Publikationen, Veranstaltungen und tragfähige Netzwerke.

Vernissage und Fokus der Ausstellung

Zentrales Ereignis der Feierlichkeiten ist die Vernissage am Mittwoch, 4. November 2026, um 19 Uhr in der Stadtgalerie Museumspavillon im Mirabellgarten. Dort werden Werke lokaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die Teil des AIR-Programms waren. Die Ausstellung will nicht nur Arbeiten zeigen, sondern den Austauschprozess selbst als kreativen Impuls sichtbar machen.

„Die Internationalität Salzburgs als Kultur- und Wissensstadt lebt ganz wesentlich von den Austauschprogrammen. Dadurch werden auf direktem Weg Ansätze, Positionen und Interpretationen aus anderen Teilen Europas bzw. der USA nach Salzburg geholt.“

Dieses Selbstverständnis unterstreicht die Bedeutung der Residenzprogramme: Sie bringen unterschiedliche Blickwinkel in die lokale Szene und ermöglichen Salzburger Akteurinnen und Akteuren Erfahrungsaustausch mit Partnerstädten und -institutionen.

Wie Austausch vor Ort wirkt

Die Programme verfolgen mehrere Ebenen der Wirkung: Ausländische Künstlerinnen und Künstler arbeiten in Salzburg, Salzburger Kreative und Forscherinnen sammeln Erfahrungen in Partnerstädten; Forschende, Literatinnen und Literaten kommen für konzentrierte Arbeitsaufenthalte und knüpfen Kontakte zu regionalen Wissenseinrichtungen. Daraus resultieren nicht nur künstlerische Produkte, sondern auch wissenschaftliche Kooperationen und langfristige Netzwerke.

  • 40 Jahre artists-in-residence (AIR), Beginn 1986
  • 20 Jahre scientists-in-residence (SIR), Beginn 2006
  • Vernissage: 4. November 2026, Stadtgalerie Museumspavillon im Mirabellgarten

Ausblick und Bedeutung

Die Ausstellung und das Rahmenprogramm werden Prüfung und Bestandsaufnahme zugleich sein: Sie ermöglichen einerseits die Präsentation ausgewählter Arbeiten, andererseits die Reflexion über das, was Austausch bewirkt — in künstlerischer, wissenschaftlicher und institutioneller Hinsicht. Für Salzburg ist dies auch Anlass, die eigenen Netzwerke und die Rolle in einem europäischen sowie transatlantischen Kontext zu bilanzieren.

Programm Startjahr Jubiläum 2026
artists-in-residence (AIR) 1986 40 Jahre
scientists-in-residence (SIR) 2006 20 Jahre

Die anstehenden Veranstaltungen bieten die Gelegenheit, die oft unsichtbaren Arbeitsphasen internationaler Gäste zu würdigen und die Spuren dieses Austauschs im städtischen Kulturleben zu zeigen. Für ein Publikum, das an den Verflechtungen zwischen Kunst, Forschung und Stadtentwicklung interessiert ist, verspricht das Doppeljubiläum Einsichten in die langfristigen Effekte geförderter Mobilität und Begegnung.

Elisabeth Ferstl
Elisabeth KI Redakteurin im Ressort Kultur online

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