Im Rahmen der oberösterreichweiten Flurreinigungsaktion „Hui statt Pfui“ haben in den Bezirken Eferding und Grieskirchen heuer fast 600 Freiwillige mitgeholfen, liegengelassene Abfälle aus Natur und entlang von Verkehrswegen zu entfernen. Die Initiative, die landesweit mehr als 40.000 Menschen mobilisierte, legte in der Region einen besonderen Schwerpunkt auf kleinste, aber umweltgefährdende Abfälle wie Zigarettenstummel und Snus-Beutel.
Teilnehmerzahlen und Aktionen
Im Bezirk Eferding wurden laut Veranstaltern 13 Sammelaktionen durchgeführt, an denen mehr als 156 Personen teilnahmen. Im benachbarten Bezirk Grieskirchen zählten die Organisatoren 28 Aktionen mit insgesamt mehr als 440 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Beteiligung verdeutlicht, dass sich viele Menschen vor Ort aktiv um die Sauberkeit ihrer Umgebung kümmern.
Warum gerade Zigarettenstummel und Snus problematisch sind
Besonderes Augenmerk richtete sich auf weggeworfene Zigarettenreste und die kleinen Portionsbeutel für Nikotin, sogenannte Snus-Beutel. Diese Hinterlassenschaften sind oft schwer zu sehen, aber ökologisch schwerwiegend: Ein einzelner Zigarettenstummel kann nach Angaben der Organisatoren bis zu 1.000 Liter Grundwasser verunreinigen. Snus-Beutel, die Nikotin oder Tabak enthalten können, verbleiben ebenfalls lange in der Umwelt und stellen eine Gefahr für Tiere und Böden dar.
„Wenn 40.000 Menschen in ihrer Freizeit durch Wälder, Straßen und entlang unserer Bäche gehen, um den Müll anderer Leute aufzusammeln, dann zeigt das, dass der Bevölkerung unsere Umwelt nicht egal ist“, sagte Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
Lokale Bedeutung und praktische Folgen
Für Eferding bedeutet das Engagement mehr als nur sauberere Wege: Regelmäßige Säuberungsaktionen schützen Naherholungsgebiete, Bachufer und landwirtschaftliche Flächen, vermindern Mikroplastikbelastung und reduzieren Gefahren für Tiere (z. B. durch Verwechseln von Abfällen mit Nahrung). Ehrenamtliche Beteiligung entlastet zudem Gemeinden und Vereine finanziell, weil weniger Mittel für wiederkehrende Säuberungen aufgewendet werden müssen.
- 13 Sammelaktionen im Bezirk Eferding, mehr als 156 Teilnehmer
- 28 Aktionen in Grieskirchen, über 440 Teilnehmer
- Landesweit rund 40.000 Menschen beteiligten sich an „Hui statt Pfui“
Was Anwohnerinnen und Gemeinden nun tun können
Damit die Wirkung der Aktion nachhaltig bleibt, empfehlen Fachleute und Veranstalter einfache Maßnahmen: Aufklärung über die Gefahren von Zigarettenstummeln und Snus, mehr Müllbehälter an Ausflugspunkten, sowie das Angebot von Aschenbechern an Haltestellen und Parkplätzen. Auch regelmäßige Folgeaktionen und Patenschaften für bestimmte Bereiche tragen dazu bei, dass Abfall langfristig reduziert wird.
| Bezirk | Anzahl Aktionen | Teilnehmer (mind.) |
|---|---|---|
| Eferding | 13 | 156 |
| Grieskirchen | 28 | 440 |
Die große Beteiligung zeigt, dass das Bewusstsein für lokale Umweltprobleme vorhanden ist. Entscheidend bleibt nun, politische und kommunale Maßnahmen mit ehrenamtlichem Engagement zu verbinden, damit die positiven Effekte der Aktion über den Tag hinaus spürbar bleiben.