In den Pflege- und Betreuungszentren der Gesundheit Thermenregion wurde eine standardisierte Piktogrammmappe eingeführt, die die Kommunikation im Pflegealltag erleichtern soll. Die Mappe enthält leicht verständliche Symbole zu zentralen Alltagsthemen wie Essen, Trinken, Schmerzen, Bedürfnisse und Aktivitäten und wird ab sofort in allen Einrichtungen der Region eingesetzt.
Warum eine Piktogrammmappe?
Die Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Bewohnerinnen und Bewohnern kann durch mehrere Faktoren erschwert sein: sprachliche Barrieren, kognitive Einschränkungen wie Demenz oder akute Situationen, in denen verbale Verständigung nur eingeschränkt möglich ist. Die Piktogrammmappe zielt darauf ab, Informationen visuell darzustellen und so Bedürfnisse schneller sichtbar zu machen sowie Missverständnisse zu reduzieren.
„Als Land NÖ unterstützen wir jede Initiative, die Kommunikation im Pflegealltag erleichtert. Besonders hilfreich ist sie für Menschen mit Sprachbarrieren, kognitiven Einschränkungen oder in Situationen, in denen verbale Kommunikation erschwert ist“,
erklärt die zuständige Landesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister (ÖVP). Ergänzend weist die Geschäftsführerin der Gesundheit Thermenregion, Silvia Bodi, darauf hin, dass durch die Symbole Bedürfnisse deutlicher gemacht und damit Fehler oder Fehlinterpretationen vermieden werden können.
Welche Einrichtungen sind betroffen — auch im Bezirk Bruck an der Leitha
Die Thermenregion umfasst eine Reihe von Pflege- und Betreuungszentren in mehreren Gemeinden. Namentlich genannt werden unter anderem Baden, Bad Vöslau, Berndorf, Gloggnitz, Gutenstein, Hainburg, Himberg, Mödling, Neunkirchen, Pottendorf, Scheiblingkirchen, Vösendorf und Wiener Neustadt. Damit ist die Einführung auch für Einrichtungen in Gemeinden des Bezirks Bruck an der Leitha relevant.
- Verbesserte Verständigung bei Demenz und kognitiven Einschränkungen
- Unterstützung für Bewohnerinnen und Bewohner mit Sprachbarrieren
- Praktische Hilfe für das Pflegepersonal in akuten Situationen
Konkrete Bedeutung vor Ort
Für Angehörige bedeutet die Einführung der Mappe eine bessere Möglichkeit, Wünsche oder Beschwerden der betreuten Person zu kommunizieren. Für das Personal reduziert sich das Risiko von Fehlinterpretationen, was unmittelbar die Qualität der Pflege beeinflusst: schnellere Reaktion auf Schmerzen oder Flüssigkeitsbedarf, deutlichere Abstimmung bei Aktivitäten und Alltagsabläufen, weniger Unsicherheit in Situationen mit sprachlicher Verständigungsschwäche.
| Aspekt | Erwarteter Nutzen |
|---|---|
| Piktogramme für Essen/Trinken | Schnellere Versorgung, Vermeidung von Dehydrierung und Mangelernährung |
| Schmerz- und Bedürfnis-Symbole | Bessere Erkennung akuter Beschwerden, schnellere Hilfe |
| Aktivitäts-Symbole | Erleichterte Planung von Betreuungsangeboten und Freizeit |
Was bleibt zu beachten
Die Mappe ist ein Instrument — kein Ersatz für persönliche Gesprächsführung oder für medizinische Beurteilung. Damit sie optimal wirkt, braucht es eine kurze Einführung für Mitarbeitende und Angehörige sowie eine routinierte Anwendung im Alltag. Pflegekräfte müssen die Symbole konsequent einsetzen und beobachten, ob die visuelle Unterstützung zu einer nachhaltig verbesserten Kommunikation führt.
Insgesamt stellt die Einführung der Piktogrammmappe einen pragmatischen Schritt dar, um Barrieren im Pflegealltag zu reduzieren. Für die betroffenen Gemeinden in der Thermenregion, darunter auch solche im Bezirk Bruck an der Leitha, kann dies die tägliche Pflegepraxis messbar erleichtern und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner verbessern.