Wie der Betrug ablief
Am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, gegen 13.45 Uhr erhielt ein 30 Jahre alter Mann aus dem Bezirk Wolfsberg eine SMS, die vorgab, er müsse seine Daten noch am selben Tag aktualisieren, damit ihm der Klimabonus ausgezahlt werden könne. Die knappe Frist erzeugte offenbar Dringlichkeit.
Der Empfänger klickte auf den in der Nachricht enthaltenen Link und gab die dort geforderten Informationen ein. Kurze Zeit später meldete sich ein angeblicher Bankmitarbeiter telefonisch bei ihm und forderte die Bestätigung einer sogenannten Rücküberweisung.
„Bei der Rücküberweisung handelte es sich jedoch um eine Expressüberweisung, wodurch dem Mann ein Schaden von mehreren tausend Euro entstand“, erklärt die Landespolizeidirektion Kärnten.
Konkrete Folgen für den Betroffenen
Durch die Kombination von gefälschter SMS und anschließendem Anruf wurde beim Opfer Vertrauen aufgebaut, sodass er der Anleitung folgte. Die angebliche Rücküberweisung war in Wahrheit eine rasch ausgeführte Überweisung, die dem Mann einen finanziellen Verlust im vierstelligen Bereich bescherte. Angaben zu genauem Betrag oder Tätern machte die Landespolizeidirektion nicht.
Hinweise für die Bevölkerung
Die Polizei warnt wiederholt vor ähnlichen Betrugsformen. Aus dem geschilderten Ablauf lassen sich mehrere Vorsichtsmaßnahmen ableiten:
- Nicht auf Links in unaufgeforderten SMS klicken.
- Persönliche oder bankrelevante Daten niemals telefonisch weitergeben, wenn man den Anrufer nicht zweifelsfrei identifizieren kann.
- Bei unerwarteten Aufforderungen zur „Schnellübersendung“ von Geld oder zur Bestätigung von Überweisungen sofort die eigene Bank kontaktieren—nutzen Sie dafür die auf Ihren Kontoauszügen oder der offiziellen Website angegebenen Nummern, nicht die Nummern aus der Nachricht.
- Verdächtige Vorfälle der Polizei melden und Unterlagen (SMS, Links, Anrufnummern) sichern.
Zeitliche Abfolge (übersichtlich)
| Datum | Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|---|
| 29. Juli 2026 | ca. 13:45 | Empfang der gefälschten SMS |
| 29. Juli 2026 | kurze Zeit später | Klick auf den Link und Eingabe von Daten |
| 29. Juli 2026 | anschließend | Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters; Bestätigung der «Rücküberweisung» |
| 29. Juli 2026 | folgend | Ausführung einer Expressüberweisung; finanzieller Schaden |
Was Betroffene jetzt tun sollten
Weretwas Ähnliches erlebt hat, sollte sofort Kontakt zur eigenen Bank aufnehmen, den Vorfall der Polizei melden und, falls möglich, Beweise sichern (Screenshots der SMS, Aufzeichnung der Anrufernummern). Auch Angehörige und Nachbarn sollten sensibilisiert werden: Diese Masche nutzt psychologischen Druck und Telefon‑Manipulation, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen.
Die Landespolizeidirektion Kärnten betont, dass die Serie solcher Betrügereien weiterhin besteht und rät zur Vorsicht bei dringlich formulierten Nachrichten, die zur Preisgabe persönlicher Daten auffordern.