In der Stadt Baden ist es in der vergangenen Woche zu mehreren mutmaßlichen Betrugsfällen mit Edelmetallen gekommen. Nach Angaben der Polizei entstand dabei ein Gesamtschaden von schätzungsweise 600.000 Euro. Betroffen sind mehrere Personen im Alter zwischen 50 und 71 Jahren.
Vorgehensweise der Täter
Den Ermittlern zufolge hatten die mutmaßlichen Täter mit Inseraten in einer Tageszeitung und mit Werbewurfsendungen auf sich aufmerksam gemacht. Interessenten wurden zu einem kurzfristig angemieteten Verkaufsraum in Baden gelockt, wo drei Männer offenbar Goldstücke beziehungsweise Schmuckstücke begutachteten. Die Opfer überließen den Männern das Edelmetall in der Hoffnung auf eine baldige Überweisung – die Zahlung erfolgte jedoch nicht.
Polizei bittet um Hinweise
Die Landespolizeidirektion hat eine Sachverhaltsaufnahme eingeleitet. Die Exekutive ersucht Personen, die Beobachtungen zu den Vorgängen gemacht haben oder selbst betroffen sind, sich zu melden. Hinweise können auch vertraulich weitergegeben werden. Zur Meldung wurde die Polizeiinspektion Baden als zuständige Stelle genannt.
- Schaden: rund 600.000 Euro
- Betroffene Altersgruppe: zwischen 50 und 71 Jahren
- Tatort: kurzfristig angemietetes Geschäftslokal in Baden (wieder geschlossen)
- Beschuldigte: drei Männer
| Information | Details |
|---|---|
| Telefon für Hinweise | 059133-3300 (Polizeiinspektion Baden) |
| Zeitpunkt | Termin am Donnerstag der Vorwoche |
| Anzahl der mutmaßlichen Täter | 3 |
Was das für die Bevölkerung bedeutet
Solche Fälle zeigen, dass lokale Anzeigen und Werbezettel nicht automatisch seriöse Angebote kennzeichnen. Besonders ältere Personen sind nach Polizeiangaben häufiger Ziel solcher Maschen. Es empfiehlt sich, vor einer Übergabe von Wertgegenständen immer folgende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen:
- Keine Wertgegenstände ohne schriftliche Vereinbarung herausgeben;
- Transaktionen nur mit verifizierbaren Firmen und mit sicheren Zahlungswegen durchführen;
- Im Zweifel eine Vertrauensperson oder eine offizielle Beratungsstelle hinzuziehen;
- Bei verdächtigen Angeboten sofort die Polizei kontaktieren.
Weiteres Vorgehen
Die Polizei führt die Ermittlungen weiter. Personen, die im Zeitraum der genannten Woche in Baden ähnliche Angebote erhalten haben, werden gebeten, sich auch dann zu melden, wenn ihnen nur einzelne Details auffielen. Zusätzliche Hinweise können entscheidend für die Identifizierung der Beschuldigten sein und helfen, weitere Opfer zu verhindern.
Konkrete Erkenntnisse zu Tatmotiv oder Tätern wurden bisher nicht veröffentlicht. Die Exekutive weist gleichzeitig darauf hin, Anzeigen auch vertraulich aufnehmen zu können, um Betroffene zu schützen.