Was sich ändert
Seit dem 1. Juli verzichtet die Rewe‑Tochter Nahkauf flächendeckend auf gedruckte Handzettel. Kundinnen und Kunden finden Aktionsangebote fortan ausschließlich über die Rewe‑App oder die entsprechende Webseite. Damit folgt Nahkauf drei Jahren nach den größeren Rewe‑Märkten einem ähnlichen Schritt, der schon zuvor mit Nachhaltigkeitsargumenten begründet worden war.
Gründe und offizielle Begründung
Rewe nennt veränderte Nutzungsgewohnheiten als zentralen Grund für die Umstellung. In einer Pressemitteilung betont Nahkaufs Vertriebsleiter Mathis Neth, dass Angebote damit flexibler verfügbar seien und sich Services besser verknüpfen ließen.
„Angebote sind damit nicht mehr nur mit einem gedruckten Prospekt verknüpft, sondern flexibel im Alltag verfügbar – überall und jederzeit.“
Konkrete Folgen für Kundinnen und Kunden
- Die gedruckte Wochenübersicht entfällt; Marken‑ und Sonderaktionen sind nur online sichtbar.
- Wer keinen Zugriff auf Smartphone oder Internet hat, muss alternative Informationswege nutzen (z. B. Online‑Version am PC oder Aushänge im Markt, sofern vorhanden).
- Digitale Benachrichtigungen ermöglichen personalisierte Angebote, abhängig von App‑Einstellungen und Standortfreigabe.
Hintergrunddaten und Kontext
Das Institut für Handelsforschung Köln weist darauf hin, dass gedruckte Prospekte weiterhin stark nachgefragt sind: 74 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher stöbern mindestens einmal pro Woche in Papier‑Flyern. Damit bleibt der klassische Handzettel ein wichtiges Informationsmedium, verliert aber seinen alleinigen Führungsanspruch gegenüber Online‑Kanälen.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1. Juli | Nahkauf stellt gedruckte Handzettel ein; Umstieg auf Rewe‑App/Web |
| vor 3 Jahren | Rewe‑Märkte schafften gedruckte Prospekte bereits ab |
Praktische Hinweise: So finden Sie Angebote
- Laden Sie die Rewe‑App aus dem App‑Store oder rufen Sie die Angebotsseite auf der Rewe‑Webseite auf.
- Aktivieren Sie in den App‑Einstellungen Benachrichtigungen, wenn Sie über lokale Aktionen informiert werden wollen.
- Wer kein Smartphone nutzt: Browserzugang am PC verwenden oder direkt im Markt nach Aushängen und Personal fragen.
Die Umstellung ist Teil einer breiteren digitalen Strategie der Rewe‑Gruppe, mit der Angebote, Informationsdienste und Servicefunktionen stärker miteinander vernetzt werden sollen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher heißt das: Mehr Verfügbarkeit und Personalisierung, aber auch die Notwendigkeit, digitale Kanäle zu nutzen oder sich an Alternativen zu orientieren.