KLAFFER – In einem Alter, in dem viele Jugendliche noch Wege und Hobbies austesten, hat sich Leona Brugger klar positioniert: Die 14-Jährige möchte den Weg zur Jägerin einschlagen und plant, mit 16 den Jugendjagdschein zu machen. Ihre Beweggründe sind laut eigener Aussage weniger familiär vorgezeichnet als vielmehr aus Freude an der Natur und eigenem Interesse gewachsen.
Ein persönlicher Weg statt Tradition
Entgegen dem Bild einer automatisch vererbten Passion erklärt Brugger, dass sie sich Wissen und Erfahrungen überwiegend selbst angeeignet hat. Sie liest, stellt Fragen und sucht aktiv das Gespräch mit erfahrenen Jägerinnen und Jägern im Bezirk. Diese Lernbereitschaft ist zentral: In der Jagdausbildung kommt neben Faktenwissen auch langjährige praktische Erfahrung hinzu, die junge Interessierte schrittweise erwerben müssen.
"Ich bin sehr jagdbegeistert, obwohl ich nicht aus einer Jägerfamilie komme. Ich musste mir vieles selbst erarbeiten, Fragen stellen und mich informieren."
Brugger nutzt zudem soziale Medien, um ihre Sicht auf Natur und Jagd zu vermitteln: Unter dem Accountnamen „Woidlele“ postet sie Beobachtungen und erklärt Aspekte der Jagd, um Verständnis zu schaffen und andere für naturbezogene Themen zu gewinnen.
Bedeutung für die Region und Folgen für Jugendliche
Leonas Engagement verweist auf zwei für den Bezirk Rohrbach relevante Punkte: Erstens trägt die aktive Auseinandersetzung Jugendlicher mit Natur- und Jagdfragen zur lokalen Umweltbildung bei. Zweitens zeigt der Fall, dass der Zugang zu erfahrenen Mentorinnen und Mentoren sowie klar strukturierte Ausbildungswege (wie der Jugendjagdschein) entscheidend sind, damit junge Menschen sicher und verantwortungsbewusst in das jagdliche Handeln hineinwachsen.
- Alter: 14 Jahre
- Angestrebtes Ziel: Jugendjagdschein mit 16 Jahren
- Öffentliche Präsenz: Instagram-Account „Woidlele“
Für Eltern und Betreuer im Bezirk ist wichtig zu wissen, dass der Jugendjagdschein klare Alters- und Sicherheitsvorgaben hat: Theorie und Praxis werden vermittelt, und die Nachwuchsjägerinnen und -jäger stehen unter der Anleitung erfahrener Jäger. Das schützt Wildbestand, fördert artgerechte Hege und reduziert Risiken bei jagdlichen Aktivitäten.
Praktische Hinweise für Interessierte
Jugendliche, die Leona nacheifern wollen, sollten sich frühzeitig informieren und folgende Schritte beachten:
- Kontakt zu lokalen Jagdvereinen und Forstbetrieben aufnehmen
- Mentorinnen und Mentoren suchen, die praktische Anleitung bieten
- Sich über Voraussetzungen und Zeitpunkt für den Jugendjagdschein informieren
- Teilnahme an theoretischen und praktischen Ausbildungsmodulen planen
Leonas Weg unterstreicht, wie wichtig lokale Netzwerke und Bildungsangebote sind, damit Jugendliche sicher Verantwortung übernehmen können. Ihr Beispiel könnte andere Jugendliche im Bezirk ermutigen, Naturinteresse mit fundiertem Wissen zu verbinden.