Stagnation mit regionalen Unterschieden
Die Bevölkerung im Bezirk Neusiedl am See ist laut Statistik Austria zum 1. Jänner 2026 leicht gesunken. Insgesamt leben im Bezirk nun 61.697 Menschen, das sind 148 Personen weniger als am 1. Jänner 2025 – ein Rückgang von 0,24 Prozent. Dieser Wert signalisiert eine relative Stabilität, verdeutlicht aber zugleich regionale Unterschiede innerhalb des Bezirks.
Gemeinden mit Zuwächsen und Rückgängen
Besonders auffällig sind die Zuwächse in einigen kleineren Gemeinden: Jois weist mit einem Plus von 38 Personen (+2,30%) den größten prozentuellen Anstieg aus. Ebenfalls deutlich gewachsen sind Gattendorf (+30 Personen; +1,98%) und Neudorf (+11 Personen; +1,28%).
- Jois: +38 Personen (+2,30%)
- Gattendorf: +30 Personen (+1,98%)
- Neudorf: +11 Personen (+1,28%)
Auf der anderen Seite zeigen einige Gemeinden deutliche Rückgänge. Nickelsdorf verzeichnet den höchsten absoluten Verlust mit 37 Personen (-2,01%), gefolgt von Weiden am See (-36 Personen; -1,26%) und Tadten (-19 Personen; -1,66%).
Konkrete Zahlen: Überblick über ausgewählte Gemeinden
Die folgenden Zahlen stammen direkt aus den veröffentlichten Daten der Statistik Austria zum 1. Jänner 2026 und zeigen den Vergleich zum Vorjahr.
| Gemeinde | Einwohner (01.01.2026) | Veränderung gegenüber 01.01.2025 (Personen) |
|---|---|---|
| Neusiedl am See | 8.870 | -15 |
| Parndorf | 5.343 | -19 |
| Kittsee | 3.866 | +63 |
| Gols | 3.930 | -7 |
| Jois | 1.693 | +38 |
| Nickelsdorf | 1.806 | -37 |
Folgen für Gemeinden und Planung
Auch wenn das Gesamtminus im Bezirk vergleichsweise gering ausfällt, sind die lokalen Verschiebungen für die Gemeindeverwaltungen relevant. Bevölkerungszuwächse können zusätzlichen Druck auf Infrastruktur, Kindergarten- und Schulplätze sowie Wohnraumbedarf bedeuten. Rückgänge wiederum betreffen oft die Finanzkraft der Gemeinden, da Schlüsselzuweisungen und Bedarfsberechnungen an Einwohnerzahlen gekoppelt sind.
Für Bürgerinnen und Bürger sowie Entscheidungsträger vor Ort ist die differenzierte Betrachtung wichtig: Während Gemeinden mit Zuwachs Investitionen in Verkehrsanbindungen, Kinderbetreuung oder Bauflächen planen sollten, müssen Gemeinden mit Schrumpfung mögliche Folgen wie sinkende Einnahmen, Anpassungen bei öffentlichen Leistungen oder die Nachnutzung leerstehender Gebäude bedenken.
Die vollständige Liste der Gemeinden mit ihren jeweiligen Einwohnerzahlen und den Zu- bzw. Abgängen nennt die Statistik Austria für den Bezirk in der amtlichen Aufstellung (Auszüge wurden hier wiedergegeben).