Landesregierung stellt finanzielle Absicherung und Futterstrategie in den Mittelpunkt
Die seit Wochen anhaltende Trockenheit stellt die Landwirtschaft in Oberösterreich, damit auch im Bezirk Steyr-Land, vor erhebliche Herausforderungen. Laut der Landespolitik führen ausbleibende Niederschläge zu deutlich geringeren Erträgen im Grünland und im Ackerbau sowie zu Problemen im Obst- und Gemüsebau. Besonders betroffen sind tierhaltende Betriebe, für die sinkende Futtererträge die Versorgung der Tiere im Herbst und Winter gefährden können.
Als eine zentrale Maßnahme zur Absicherung gegen solche Extremwetterereignisse verweist das Land auf die Rolle der Österreichischen Hagelversicherung. Im Jahr 2026 stellt das Land gemeinsam mit dem Bund rund 36 Millionen Euro für die Absicherung landwirtschaftlicher Betriebe gegen Dürre, Hagel und andere Naturgefahren bereit; dabei werden 55 Prozent der Versicherungsprämien von der öffentlichen Hand übernommen.
„Die Situation ist ernst. Es geht nicht nur um Ertragseinbußen, sondern um die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe und um die Versorgungssicherheit unseres Landes“
Die Landesregierung betont, dass dieses System breit genutzt wird und ein zentraler Baustein der betrieblichen Risikovorsorge sei. Zugleich kündigte Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger an, das Instrument finanziell abzusichern und bei Bedarf weiterzuentwickeln:
„Unser Ziel ist es, dieses bewährte System gemeinsam mit dem Bund auch künftig finanziell abzusichern und dort weiterzuentwickeln, wo es angesichts zunehmender Wetterextreme notwendig ist“
Neben Versicherungslösungen liegt ein Schwerpunkt der Maßnahmen auf der Sicherstellung der Futterversorgung. Die derzeitigen Niederschläge führen vielerorts zu zu geringen Futterreserven; deshalb prüft das Land, wie verfügbare Flächen kurzfristig für zusätzliche Futtergewinnung genutzt werden können. Für Betriebe im Bezirk Steyr-Land bedeutet das: Frühzeitige Bestandsaufnahme der Futtervorräte und Information über mögliche Unterstützungsangebote sind jetzt wichtig.
Konkrete Bedeutung für Betriebe im Bezirk
Für landwirtschaftliche Betriebe hier vor Ort ergeben sich daraus mehrere praktische Konsequenzen:
- Prüfung des eigenen Versicherungsstatus und der Prämienbeteiligung an der Hagelversicherung.
- Inventur der Futterreserven und frühzeitige Planung zusätzlicher Futterflächen oder Zukauf.
- Informationseinholung bei regionalen Beratungsstellen und Zugehörigkeit zu kooperativen Beschaffungs- bzw. Lagerstrukturen.
Die Landesankündigung zeigt, dass die Politik die Lage ernst nimmt und finanzielle sowie organisatorische Hilfsinstrumente prüft. Welche konkreten Unterstützungen zusätzlich zu den Versicherungsmaßnahmen auf Bezirks- oder Gemeindeebene angeboten werden, hängt von weiteren Entscheidungen des Landes und der Abstimmung mit dem Bund ab.
| Maßnahme | Bekannte Zahl/Angabe |
|---|---|
| Gemeinsame Mittel Land + Bund (2026) | 36 Millionen Euro |
| öffentliche Übernahme der Versicherungsprämien | 55 % |
Landwirtinnen und Landwirte im Bezirk Steyr-Land sind gut beraten, die angekündigten Regelungen aufmerksam zu verfolgen, ihre Versicherungen und Vorräte zu überprüfen und bei Bedarf Kontakt zu den zuständigen Beratungsstellen des Landes bzw. der Landwirtschaftskammer aufzunehmen. Kurzfristiges Handeln kann helfen, Versorgungsengpässe im Winter zu begrenzen.