Landesförderung bringt naturnahe Gestaltung in drei Gemeinden
Das Land Niederösterreich unterstützt im Bezirk Korneuburg kommunale Projekte zur ökologischen Gestaltung öffentlicher Grünflächen im Rahmen der Aktion „Natur im Garten“. Betroffene Kommunen sind unter anderem Großrußbach, Harmannsdorf und Stockerau. Gefördert werden Maßnahmen, die ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie ohne Torf auskommen.
Was die Förderung bewirken soll
Die Initiative zielt darauf ab, die Aufenthaltsqualität öffentlicher Flächen zu erhöhen und zugleich einen Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Artenschutz zu leisten. Maßnahmen reichen von naturnahen Pflanzungen und umweltgerechter Pflege bis zu Strukturen, die Hitzeinseln mindern und Regenwasser besser versickern lassen.
- Geförderte Gemeinden: Großrußbach, Harmannsdorf, Stockerau
- Förderschwerpunkt: Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Düngemittel
- Weitere Bedingung: Keine Verwendung von Torf
Bei einem Ortstermin in der Schreibfedergasse in Großrußbach waren unter anderem Landtagsabgeordneter Christian Gepp und Bürgermeister Josef Zimmermann zugegen. Die präsentierten Maßnahmen verdeutlichen, wie Kommunen Klimaanpassung, Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Förderung der Biodiversität miteinander verbinden können.
Konkrete Elemente und lokale Bedeutung
Naturnahe Grünraumgestaltung kann für Gemeinden konkrete Vorteile bringen: längere Verweildauer in Parks und auf Plätzen, weniger Kosten durch reduzierte Pflegeintensität und bessere Rückhaltefähigkeit bei Starkregenereignissen. Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das spürbare Verbesserungen — etwa durch kühlere Aufenthaltsorte im Sommer und vielfältigere Pflanzen- und Tierarten in der näheren Umgebung.
| Gemeinde | Förderschwerpunkt |
|---|---|
| Großrußbach | Klimafreundliche Gestaltung (Schreibfedergasse) |
| Harmannsdorf | Ökologische Gestaltung öffentlicher Flächen |
| Stockerau | Kombination von Aufenthaltsqualität und Biodiversität |
Für die Praxis bedeutet die Förderbedingung „ohne Torf“ auch, dass Gemeinden auf alternative Substrate zurückgreifen müssen. Das kann in der Umsetzungsphase mit Mehrkosten oder Änderungen bei der Beschaffung verbunden sein; langfristig sind positive Effekte für den Boden- und Wasserkreislauf zu erwarten.
Was Bürgerinnen und Bürger wissen sollten
Wer sich für die Projekte interessiert oder Verbesserungsvorschläge für öffentliche Grünräume hat, kann sich an die jeweiligen Gemeindeverwaltungen wenden. Die Förderung durch das Land bietet Gemeindegremien die Möglichkeit, bestehende Anlagen umzugestalten oder bei Neuanlagen ökologische Standards zu setzen.