Im Alten Hüttenareal in Neunkirchen betreuen Ehrenamtliche ein öffentliches Kräuterbeet, das ausdrücklich zum Selbstpflücken freigegeben ist. Trotz dieses Angebots kommt es laut Betreuerinnen seit Jahren immer wieder zu mutwilligen Entnahmen und Ausgraben einzelner Pflanzen, was nun Folgen für die künftige Gestaltung des Beets hat.
Was im Beet wächst und was fehlt
Die beiden Grünpatinnen, Elisabeth Schmitt und Anka Rahman, pflegen die Anlage unterhalb des Wasserturms. In dem Projekt sind nach ihren Angaben etwa rund 30 verschiedene Küchenkräuter und etwa ein Dutzend Heilkräuter angepflanzt; außerdem sorgen Stauden als Blickfang für Farbe. Besonders gefragt waren in der Vergangenheit Petersilie, Maggikraut und Schnittlauch – Petersilie nennt Schmitt als „Renner“.
„Hier darf gepflückt werden – steht sogar auf dem Schild."
Trotz dieser klaren Einladung zum Selbstpflücken werden einzelne Pflanzen offenbar schonend entnommen und an anderer Stelle vollständig ausgegraben. Das belastet die Pflegearbeit der Ehrenamtlichen und beeinträchtigt die Vielfalt und Struktur des Beets.
Pflegeaufwand, Trockenheit und Schädlinge
Schmitt nennt zudem die vergangenen Trockenperioden als zusätzliche Belastung: durch die Hitze gingen im Sommer bereits Pflanzen verloren. Ergänzend traten Probleme mit einer Erdfloh-Plage auf, die insbesondere Kreuzblütler betraf. Dennoch zeigen sich andere Pflanzen robust: Salbei und mediterrane Kräuter wie Oregano und Thymian wachsen gut, letztere sind zudem bei Insekten sehr beliebt. Auffällig ist, dass einige Stauden wie die Indianernessel (Goldmelisse, Monarde) unangetastet bleiben, obwohl sie sich als aromatischer Tee und als essbare Dekoration eignen.
Bedeutung für die Nachbarschaft
Das Beet ist mehr als eine Pflanzfläche: Es ist ein öffentliches Angebot, das auf Vertrauen und Rücksicht basiert. Wenn regelmäßig Pflanzen entnommen oder ausgegraben werden, schwächt das nicht nur die Artenvielfalt vor Ort, sondern erhöht auch den Arbeitsaufwand für die Betreuerinnen. Laut Bericht haben die wiederholten Vorfälle bereits konkrete Konsequenzen für die geplante Weitergestaltung des Areals.
- Standort: Alten Hüttenareal, unterhalb des Wasserturms in Neunkirchen
- Betreuung: Grünpatinnen Elisabeth Schmitt und Anka Rahman
- Pflanzenbestand: rund 30 Küchenkräuter, etwa ein Dutzend Heilkräuter, mehrere Stauden
Für Anrainerinnen und Nutzer des Areals bedeutet das: Wer das Angebot weiter nutzen möchte, ist auf gegenseitige Rücksicht und schonendes Verhalten angewiesen. Die Betreuerinnen appellieren implizit an die Nachbarschaft, die Regeln des gemeinschaftlichen Gartens zu respektieren, damit das Projekt nachhaltig bleiben kann.
Konkrete Maßnahmen zur Absicherung oder veränderten Gestaltung sind im vorliegenden Bericht nicht detailliert beschrieben; die Aussage, dass die Diebstähle Folgen für die künftige Gestaltung haben, weist jedoch darauf hin, dass Entscheidungen über Umgestaltungen oder Schutzmaßnahmen anstehen könnten. Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk bleibt zu beobachten, wie die Verantwortlichen reagieren und ob künftig ergänzende Hinweise, Abgrenzungen oder andere organisatorische Schritte erfolgen, um das Angebot zu bewahren.