In Vöcklabruck fand die zweite Ausgabe der sogenannten Friedensroas statt, zu der das Interreligiöse Dialogforum der Stadt eingeladen hatte. Ziel der Veranstaltung war es, durch Stationen an unterschiedlichen Gotteshäusern ein sichtbares Zeichen für Respekt und gegenseitiges Verständnis der religiösen Gemeinschaften zu setzen.
Route und Begegnungen
Die Gruppe machte Halt an mehreren Orten des Glaubens: Beginn war in der Evangelischen Friedenskirche, danach standen die Rumänisch-Orthodoxe Kirche und die Römisch-Katholische Stadtpfarrkirche am Programm. Die Friedensroas führte weiter zur Neuapostolischen Kirche und endete schließlich in der Moschee des Bosniakisch-Österreichischen Kultur- und Bildungszentrums. An jeder Station gab es kurze Impulse zum Thema Frieden sowie Gelegenheit zum Austausch zwischen den Beteiligten.
- Evangelische Friedenskirche
- Rumänisch-Orthodoxe Kirche
- Römisch-Katholische Stadtpfarrkirche
- Neuapostolische Kirche
- Moschee des Bosniakisch-Österreichischen Kultur- und Bildungszentrums
Der Abschluss der Runde erfolgte in der Moschee, wo die Anwesenden bei Erfrischungen zusammenkamen. Die Teilnahme bot Raum für persönliche Begegnungen, das Kennenlernen unterschiedlicher religiöser Traditionen und das gemeinsame Gespräch über Werte wie Frieden und Toleranz.
Bedeutung für das lokale Zusammenleben
Das Interreligiöse Dialogforum, das 2019 gegründet wurde, organisiert solche Aktionen mit dem Ziel, Verständigung zu fördern und Vorurteile abzubauen. Für Vöcklabruck bedeutet das konkret: öffentliche Sichtbarkeit der Vielfalt, Kontaktmöglichkeiten zwischen Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Herkunft und ein praktisches Angebot, um Dialog unabhängig von konfessioneller Zugehörigkeit zu pflegen.
Solche Initiativen spielen lokal eine wichtige Rolle, weil direkte Begegnung oft wirkungsvoller ist als abstrakte Debatten. Zugleich schafft die Friedensroas vernetzte Ansprechpartnerinnen und -partner zwischen Kirchen, religiösen Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen — ein Faktor, der im Alltag Konfliktprävention und Solidarität stärken kann.
Soziale Komponente
Die Veranstalter baten um freiwillige Spenden; die Einnahmen werden dem Caritas-Lerncafé in Vöcklabruck zugutekommen. Damit verband die Friedensroas symbolische Solidarität mit einer konkreten sozialen Unterstützung für Bildungsangebote vor Ort.
| Aspekt | Konkretes |
|---|---|
| Veranstalter | Interreligiöses Dialogforum Vöcklabruck (gegründet 2019) |
| Route | Friedenskirche → Rum.-Orth. Kirche → Stadtpfarrkirche → Neuapost. Kirche → Moschee |
| Spendenzweck | Caritas-Lerncafé Vöcklabruck |
Für Interessierte bieten derartige Veranstaltungen zugleich eine Möglichkeit, sich über künftige Termine zu informieren oder selbst in Dialogprojekte einzusteigen. Lokal funktionierende Netzwerke zwischen Glaubensgemeinschaften und sozialen Einrichtungen tragen langfristig zu einem stabilen, respektvollen Miteinander bei.