Großprojekt am Holter-Areal
Am Holter-Gelände in Wels fiel kürzlich der Spatenstich für ein neues, automatisiertes Kleinteillager: Ein Vorhaben mit einem Volumen von 12 Millionen Euro, das innerhalb eines Jahres errichtet werden soll. Damit setzt das regional verankerte Familienunternehmen auf eine großangelegte Modernisierung seiner Logistik und bereitet sich nach eigener Darstellung aktiv auf einen wirtschaftlichen Aufschwung vor.
Weniger Fläche, mehr Leistung
Die geplante Anlage folgt dem Prinzip der Flächenverdichtung: Während die bisher für Kleinteile genutzte Fläche 2.200 Quadratmeter umfasste, benötigt der neue Auto-Store laut Projektangaben nur noch 800 Quadratmeter. Die gesamte Halle wird 1.600 Quadratmeter messen und Raum für spätere Erweiterungen bieten. Durch die kompaktere Lagerung, automatisierte Auslagerung und optimierte Kommissionierung verspricht das Unternehmen kürzere Wege, ergonomischere Arbeitsplätze sowie höhere Pick-Leistungen bei geringerer Fehlerquote — Effekte, von denen die Kunden profitieren sollen.
Politische Stimmen und lokale Bedeutung
Das Projekt stößt auch bei der lokalen Politik auf Wohlwollen. Bürgermeister Andreas Rabl hob die positiven Effekte auf die Einnahmen aus der Kommunalsteuer hervor und betonte, dass eine leistungsfähige Logistik für Baustellen und Kunden ein klarer Wettbewerbsvorteil sei. Landesrat Markus Achleitner lobte den Schritt als Beispiel dafür, wie Digitalisierung und Automatisierung betriebliche Abläufe effizienter und zukunftsfähig machen können.
„Wir investieren jetzt, um für den Aufschwung gerüstet zu sein“,
so der Geschäftsführer in der Projektdarstellung. Diese antizyklische Investitionsstrategie war bereits im Lockdown sichtbar: Damals hatte das Unternehmen laut eigenen Angaben eine neue Lagerhalle im Wert von sechs Millionen Euro errichtet.
Konkrete Auswirkungen für Beschäftigte und Kunden
Für die Beschäftigten bedeutet die Umstellung auf automatisierte Lagertechnik meist veränderte Arbeitsinhalte: Wegfall repetitiver Handgriffe, neue Schwerpunkte bei Bedienung, Überwachung und Instandhaltung der Systeme sowie potenziell ergonomischere Einzelarbeitsplätze. Für Kunden wiederum sollen Bestellungen schneller und fehlerfreier zusammengestellt werden, was besonders für terminsensible Projekte von Bedeutung ist.
- Investitionsvolumen: 12 Millionen Euro
- Bisherige Fläche für Kleinteile: 2.200 m²
- Fläche im neuen Auto-Store: 800 m²
- Gesamthallenfläche: 1.600 m²
- Frühere Investition während Lockdown: 6 Millionen Euro
| Merkmal | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Fläche für Kleinteile | 2.200 m² | 800 m² |
| Hallenfläche gesamt | — | 1.600 m² |
| Investition | 6 Mio. Euro (frühere Halle) | 12 Mio. Euro (neues Projekt) |
Einordung und Ausblick
Das Projekt verdeutlicht einen Trend, der auch für andere Betriebe in der Region relevant ist: Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung dienen nicht nur der Effizienzsteigerung, sondern können sich unmittelbar auf Wettbewerbsfähigkeit und lokale Steuerkraft auswirken. Für Wels bedeutet dies einerseits zusätzliche Wertschöpfung vor Ort und potenziell höhere kommunale Einnahmen; andererseits stellt es Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten und an begleitende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.
Für Anrainer und Zulieferer sind die nächsten Monate von Interesse: Baustellenverkehr, mögliche Erweiterungspläne und Veränderungen in der Lieferkette werden den Betrieb und das Umfeld beeinflussen. Konkrete Termine für Bauabschnitte oder Auswirkungen auf Beschäftigtenzahlen wurden in der Kurzmeldung nicht genannt.