Extremschwimmen beendet – Ziel Bregenz nach fast zwölf Stunden erreicht
Am frühen Morgen um 4.45 Uhr startete die 56-jährige Extremschwimmerin Claudia Müller im Strandbad Langenargen zu einer Dreiländerquerung über den Bodensee. Der Kurs führte über das schweizerische Arbon bis ins österreichische Bregenz. Nach Angaben des Vereins Bodensee Openwater erreichte Müller das Ufer bei Bregenz-Lochau um 16.43 Uhr – nach insgesamt 11:58 Stunden im Wasser.
Für die Athletin, die aus der Steiermark stammt und als fünffache Weltmeisterin der Winterschwimm-Weltmeisterschaften bekannt ist, war es bereits der zweite Versuch dieser Strecke: Beim ersten Anlauf im Vorjahr hatte ein Gewitter die Fahrt kurz nach Arbon unmöglich gemacht. Diesmal begünstigten laut Berichten moderater Wellengang und Rückenwind die Querung; die Wassertemperatur lag bei etwa 26 Grad Celsius.
Die Strecke gliedert sich für die dokumentierten Teilabschnitte wie folgt:
| Abschnitt | Entfernung (ca.) | Zeitpunkt / Dauer |
|---|---|---|
| Start: Strandbad Langenargen | — | 4.45 Uhr Start |
| Zwischenstopp: Kanu- und Ruderclub Arbon | 12 km | <4 Stunden nach Start |
| Ziel: Bregenz-Lochau / Rheinmündung | insg. ca. 36 km | 16.43 Uhr, Gesamt 11:58 h |
Die Logistik begleitete Müllers Ehemann Günter im Begleitboot; er reichte alle 30 Minuten Elektrolyte und Flüssigkeit. Eine weitere Person an Bord, Patrick Boche vom Verein Bodensee Openwater, koordinierte die Organisation der Überfahrt. Aus Sicherheitsgründen darf die Schwimmerin das Boot nicht berühren; die Versorgung erfolgte daher durch Einwerfen der Trinkflasche an einer Schnur.
Was das für Bregenz bedeutet
Die Ankunft in Bregenz markiert einen sportlichen Blickfang für den Seeuferbereich und die Rheinmündung: Solche Langstreckenüberquerungen erhöhen kurzfristig die Aufmerksamkeit für den Wassersport am Bodensee und können Zuschauer anziehen. Für Einsatz- und Sicherheitskräfte bedeuten begleitete Aktionen erhöhte Kontroll- und Koordinationsaufgaben auf Wasser und Ufer. Die erfolgreiche Ankunft zeigt zudem, dass Bedingungen wie Wetter, Wellengang und Unterstützung durch Begleitboot entscheidend sind.
Für jene, die sich für Ausdauer- und Wintersport am Bodensee interessieren, ist die Leistung deshalb bemerkenswert: Müller ist insbesondere für ihre Einsätze in eiskaltem Wasser bekannt, trägt den Spitznamen „Iron Ice Woman“ und hat mehrere internationale Titel im Winterschwimmen erzielt. Bei der vorliegenden Querung war sie jedoch in warmem Wasser unterwegs.
- Start: 4.45 Uhr in Langenargen
- Zwischenstopp: Arbon, nach rund 12 km
- Ziel: Bregenz-Lochau, Ankunft 16.43 Uhr
Die dokumentierte Fahrt bleibt ein Beispiel dafür, wie internationale Langstrecken-Schwimmaktionen den Bodensee als grenzüberschreitende Sportszene verbinden und lokal sichtbare Ereignisse schaffen.