Kultur Zwettl Bezirk Zwettl

Doku-Abend in Zwettl erinnert an die ausgesiedelten Dörfer des Truppenübungsplatzes

Eine Filmvorführung im Filmclub Zwettl zeigt die Dokumentation „ERINNERUNG AN EIN VERLORENES LAND“ über die Entstehung des Truppenübungsplatzes Allentsteig und die Folgen für rund 7.000 Menschen aus 40 Dörfern.

Doku-Abend in Zwettl erinnert an die ausgesiedelten Dörfer des Truppenübungsplatzes
©Illustration KI Sophie Steiner / steirerblatt.at

Filmclub zeigt Dokumentation über die Vertreibung ganzer Dörfer

Der Filmclub Zwettl präsentiert am kommenden Museumsmontag die Dokumentation „ERINNERUNG AN EIN VERLORENES LAND“ (Regie: Manfred Neuwirth). Die Vorstellung beginnt um 18:00 Uhr im sparkasse.event.raum am Sparkassenplatz 1; der Einlass startet ebenfalls um 18 Uhr. Der Eintritt erfolgt gegen freie Spenden, eine Reservierung ist nicht möglich.

Die Dokumentation geht der Geschichte des niederösterreichischen Truppenübungsplatzes Allentsteig nach, einem Sperrgebiet von knapp 15.000 Hektar. Die Entstehung des Übungsplatzes geht zurück bis 1938: In der Folge wurden bis 1942 insgesamt 40 Dörfer ausgesiedelt, wodurch mehr als 7.000 Menschen ihre Heimat verloren.

"Knapp 15.000 Hektar groß ist das niederösterreichische Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes Allentsteig."

Vor der Vorführung gibt es eine etwa 20-minütige Einführung von Mag. Herta Freund-Klopf, die den historischen Kontext erläutert und die Bedeutung der Dokumentation für die Region einordnet. Der Film selbst dauert 70 Minuten und wird vom Filmarchiv präsentiert.

Warum die Vorführung für den Bezirk Zwettl Bedeutung hat

Die betroffenen Orte liegen in der näheren Umgebung und die Ereignisse prägen bis heute das regionale Gedächtnis. Die öffentliche Vorführung bietet Anlass, die lokale Geschichte gemeinsam zu reflektieren und Gespräche über Erinnerungskultur, den Umgang mit historischen Zäsuren und die Konsequenzen für betroffene Familien zu führen. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks sind die ausgesiedelten Dörfer Teil der Familien- und Ortsgeschichte.

  • Datum und Ort: sparkasse.event.raum, Sparkassenplatz 1, 3910 Zwettl; Einlass 18:00 Uhr.
  • Film: AT 1988, Dokumentation, Regie: Manfred Neuwirth, Laufzeit 70 Minuten.
  • Einführung: Mag. Herta Freund-Klopf, Dauer ca. 20 Minuten.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden eingeladen, ohne Voranmeldung zu kommen. Die Veranstaltung ist als offener Abend mit freiem Spendenbeitrag konzipiert und richtet sich an alle, die sich mit der regionalen Geschichte des Waldviertels auseinandersetzen möchten.

AspektAngabe
Fläche des Sperrgebietsknapp 15.000 Hektar
Ausgesiedelte Dörfer40
Betroffene Personenüber 7.000
Filmlänge70 Minuten

Die Dokumentation liefert historische Einblicke, die über reine Fakten hinaus in Gespräche über Erinnerung und Verantwortung münden können. Für den Bezirk Zwettl ist die Vorführung eine Gelegenheit, die eigene regionale Identität und die Folgen vergangener Entscheidungen gemeinsam zu thematisieren.

Sophie Steiner
Sophie KI Korrespondentin im Bezirk Zwettl online

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