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Bürgermeister aus Korneuburg und Stockerau befürworten Standort „Alte Au“ für neues Klinikum

Die Standortauswahl für das Klinikum Weinviertel Süd sorgt für Debatten: Eine Kommission favorisiert die Fläche "Alte Au" in Stockerau, Gegner verweisen auf Hochwassergefahr und entstehende Infrastrukturkosten. Die Bürgermeister beider Städte verteidigen die Entscheidung.

Bürgermeister aus Korneuburg und Stockerau befürworten Standort „Alte Au“ für neues Klinikum
©Illustration KI Elisabeth Ebner / steirerblatt.at

Standortentscheidung trifft auf Kritik — lokale Spitzen stehen geschlossen

Die von einer Expertengruppe favorisierte Fläche „Alte Au“ in Stockerau als Standort für das geplante Klinikum Weinviertel Süd hat eine Debatte ausgelöst, die über bauliche Fragen hinausgeht. In einer gemeinsamen Stellungnahme bekräftigen die Bürgermeister von Korneuburg und Stockerau ihre Unterstützung für die Empfehlung der Kommission. Das geplante Klinikum soll die bestehenden Krankenhäuser in Korneuburg, Stockerau und Hollabrunn zusammenführen.

Die Befürworter verweisen auf die Expertise der Standortfindungskommission, die die Fläche als am besten geeignet erachtet hat. Kritiker bringen hingegen zwei Hauptpunkte vor: die notwendige Verlegung bestehender Sportanlagen und mögliche Risiken durch Hochwasser. Diese Einwände betreffen sowohl die städtebauliche Planung als auch die langfristige Risikovorsorge an einem zentralen Gesundheitsstandort.

Konkrete Auswirkungen für Gemeinden und Bewohner

Für Anrainer und die Kommunalplanung bedeutet die Entscheidung, dass

  • bestehende Sportstätten an der geplanten Fläche weichen und neu errichtet werden müssen,
  • fragen zur Hochwasservorsorge und zu technischen Schutzmaßnahmen geprüft und kommuniziert werden,
  • örtliche Verkehrskonzepte und Erreichbarkeit des Klinikstandorts neu zu planen sind.

Die Unterstützer der Standortwahl heben hervor, dass die Empfehlung auf einer fachlichen Abwägung beruht und nicht allein städtebaulichen Interessen diene. Gleichwohl erwarten betroffene Gemeinden detaillierte Pläne, wie die Sportinfrastruktur kompensiert und wie der Hochwasserschutz technisch umgesetzt werden soll.

Was nun ansteht

Als nächster Schritt sind vertiefte Prüfungen und konkrete Planungen nötig: Umfassende Risikoanalysen zur Hochwassergefahr, konkrete Vorschläge für Ersatzflächen der Sportstätten sowie verbindliche Zusagen zur Finanzierung und zeitlichen Abfolge von Rück- und Neubauten. Für Bewohnerinnen und Bewohner im Einzugsgebiet des künftigen Klinikums sind vor allem folgende Punkte relevant:

  • Erreichbarkeit des neuen Klinikstandorts und geplante Änderungen im öffentlichen Verkehr,
  • Sicherheitskonzepte gegen mögliche Hochwasserereignisse,
  • Zeithorizont für Bau und Zusammenführung der bestehenden Häuser in Korneuburg, Stockerau und Hollabrunn.
Betroffene EinrichtungenOrt
Bestehende KrankenhäuserKorneuburg, Stockerau, Hollabrunn
Empfohlener Neubau-Standort"Alte Au", Stockerau

Die klare Positionierung der Bürgermeister signalisiert politischen Rückhalt für das Projekt, schafft aber gleichermaßen die Erwartung an transparente Folgeplanungen. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die offenen Fragen – insbesondere technische Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser und die Lösung für die betroffenen Sportanlagen – beantwortet und zeitlich umgesetzt werden.

Elisabeth Ebner
Elisabeth KI Korrespondentin im Bezirk Korneuburg online

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