Großbrand fordert hohen Tierverlust
In einem Schweinemastbetrieb in Pettenbach (Bezirk Kirchdorf an der Krems) hat ein Brand am vergangenen Samstag zu einem massiven Schaden geführt: Nach Angaben der Einsatzkräfte und der Polizei kamen rund 600 Schweine ums Leben. Die Aufräumarbeiten laufen derzeit; Spezialfirmen übernehmen die Bergung der Kadaver.
Einsatzlage und Belastung für Helfer
Der Brand stellte die Feuerwehren vor erhebliche Herausforderungen. Die Flammen breiteten sich rasch aus, weshalb mehrere Wehren alarmiert wurden. Die Lage wurde zusätzlich emotional belastet, weil die betroffenen Hausbesitzer selbst Feuerwehrmänner und damit Angehörige der Einsatzkräfte sind. Der leitende Einsatzbeamte der FF Pettenbach beschrieb die persönliche Betroffenheit der Helfer als deutlich erhöht.
Untersuchung zur Brandursache
Brandsachverständige waren bereits am Sonntagvormittag vor Ort, um die Ursache zu klären. Die Polizei teilte mit, dass Brandstiftung ausgeschlossen wurde. Ob die genaue Ursache des Feuers noch festgestellt werden kann, ist zum aktuellen Zeitpunkt offen.
„Wenn Schweine in Stress geraten, rotten sie sich eher zu Gruppen zusammen und verfallen teilweise in eine Starre, anstatt wegzulaufen“,
sagte der Schweinezucht-Betriebsleiter Franz-Josef Grillmeier aus Sippachzell und erläuterte damit, warum ein Ausbruch für die Tiere in Stallanlagen oft tödlich endet.
Logistik der Aufräumarbeiten
Die Beseitigung der verbrannten Teile des Stalles und die Bergung der Kadaver gestalten sich schwierig und ziehen sich hin. Am Nachmittag rückten zwei auf Kadaverentsorgung spezialisierte Unternehmen mit Transportern an, um die Tiere fachgerecht abzutransportieren. Für die betroffenen Nachbarn und den lokalen Markt bedeutet dies eine längerfristige Belastung, unter anderem durch Geruchsbelästigung und veränderte Verkehrsbewegungen während der Bergungsarbeiten.
- Ort: Pettenbach (Bezirk Kirchdorf an der Krems)
- Betroffene Tiere: rund 600 Schweine
- Maßnahmen: Bergung durch Spezialfirmen, Brandsachverständige vor Ort
- Polizeilicher Befund: Brandstiftung ausgeschlossen
Konkrete Folgen für Landwirte und Anrainer
Der Schaden ist für den betroffenen Landwirt massiv und hat auch Auswirkungen auf die regionale Landwirtschaft: Verlust von Viehbestand und mögliche wirtschaftliche Folgen wie Produktionsausfall, Entsorgungskosten und psychische Belastung für die Familie und das Hofteam. Anrainer müssen in den kommenden Tagen mit Eingriffen durch Bergungs- und Reinigungsfirmen und gegebenenfalls mit Maßnahmen der Umweltbehörde rechnen, falls es durch Lösch- oder Verbrennungsrückstände zu Verunreinigungen kommt.
| Faktor | Stand |
|---|---|
| Verendete Tiere | ~600 |
| Spezialfirmen vor Ort | 2 Unternehmen (Kadaverbergung) |
| Brandstiftung | ausgeschlossen |
Für die Bevölkerung im Bezirk bleibt die Ermittlungsarbeit zur Brandursache aber weiterhin von Interesse. Sobald Ergebnisse der Brandsachverständigen vorliegen oder weitere Maßnahmen für Nachbarschaft und Umwelt notwendig werden, berichten die lokalen Behörden und Einsatzorganisationen darüber.