Rund um Friesach bei Peggau beobachten Anrainer in den letzten Wochen vermehrt auffällige Staubentwicklungen, vor allem in den Morgenstunden. Mehrere Bewohner berichteten von stark eingeschränkter Sicht und einer Optik, die an Saharastaub erinnert. Auf Nachfrage erklärte das Betreiberunternehmen des nahegelegenen Steinbruchs die möglichen Ursachen und wies gleichzeitig darauf hin, dass derzeit keine gesteigerte Abbaumenge stattfinde.
Was der Betreiber mitteilt
Das Unternehmen erklärt, die aktuelle Fördermenge liege „derzeit sogar leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“ und eine Ausweitung der Produktion sei wegen der schwachen Bauwirtschaft nicht geplant. Als relevante Faktoren nennt der Betrieb die Verlagerung des Betriebsschwerpunkts in einen höher gelegenen Abbaubereich sowie die außergewöhnlich trockenen Wetterbedingungen.
„Sieht aus wie Saharastaub nur viel ‚dichter'“,
beschrieb eine Anrainerin das Erscheinungsbild der Staubwolken. Laut Betreiber kann die exponierte Lage des oberen Abbaubereichs dazu beitragen, dass Emissionen zeitweise stärker wahrnehmbar sind. Zudem fördere die Kombination aus anhaltender Hitze, geringer Bodenfeuchte und wechselnden Windverhältnissen im Tal die Aufwirbelung und den Transport feiner Partikel.
Warum Staub auch nach Regen auftreten kann
Das Unternehmen weist darauf hin, dass kurze Niederschläge nicht zwangsläufig die Staubbildung sofort unterbinden. Kurze, schwache Schauer befeuchten die Oberfläche oft nur oberflächlich; thermische Auf- und Abwinde können Partikel dann rasch wiederaufwirbeln und entlang bestimmter Talbereiche verlagern. Dadurch beobachtete Staubwolken können auch nach Regenepisoden wieder auftreten.
- Kein Produktionsplus: Der Steinbruch betont, dass aktuell keine gesteigerte Abbaumenge vorliegt.
- Lage des Abbaubereichs: Seit rund zwei Jahren liegt der Betriebsschwerpunkt höher im Steinbruch, was Emissionen verstärken kann.
- Wetterfaktoren: Lang anhaltende Trockenheit, geringe Bodenfeuchte und wechselnde Winde begünstigen die Verfrachtung von Staub.
Für Anrainer hat die Situation konkrete Folgen: verringerte Sicht bei Spaziergängen oder Morgenverkehr, vermehrte Verschmutzung von Außenflächen und mögliche Belästigungen beim Lüften. Konkrete Angaben zu Messwerten oder Gesundheitswarnungen liegen in der vorliegenden Meldung nicht; ebenso wenig wurden Maßnahmen der Behörden zur Monitoring- oder Emissionsreduktion genannt.
| Faktor | Beschriebene Wirkung |
|---|---|
| Abbaulage (oberer Bereich) | Erhöhte Sichtbarkeit von Emissionen |
| Fördermenge | Derzeit leicht unter dem Jahresdurchschnitt |
| Wetter (Trockenheit/Wind) | Erleichtert Aufwirbelung und Transport von Staub |
Für betroffene Haushalte empfiehlt es sich, bei starken Staubereignissen Fenster und Türen möglichst geschlossen zu halten und empfindliche Oberflächen regelmäßig abzuwischen. Wer gesundheitliche Beschwerden durch die Luftbelastung bemerkt, sollte diese dokumentieren und gegebenenfalls den Hausarzt kontaktieren. Wenn sich die Belastung häuft, können Anrainer die lokalen Behörden oder die Gemeinde informieren, damit Luftqualitätsmessungen oder weitergehende Abklärungen in Erwägung gezogen werden.
Die Aussagen des Steinbruchs liefern erste Erklärungsansätze, ersetzen jedoch nicht die Messung konkreter Luftschadstoff- oder Feinstaubwerte durch zuständige Stellen. Für die Bevölkerung in Peggau und Umgebung bleibt daher wichtig, Entwicklungen weiter zu beobachten und Auffälligkeiten zu melden, damit mögliche gesundheitliche Risiken fundiert eingeschätzt werden können.