Anfang Juli haben Schülerinnen und Schüler der BHAK/BHAS Voitsberg im Rahmen der Entrepreneurship Days gezeigt, wie aus scheinbarem Abfall wirtschaftlicher und gestalterischer Wert entstehen kann. Bei der sogenannten "Waste Challenge" nahmen die Lernenden der ersten bis vierten Klassen teil und nutzten Kartons, Dosen, Flaschen sowie sonstige mitgebrachte recyclebare Materialien, um Geschäftsideen und Prototypen zu entwickeln.
Konzept: Wertschöpfung aus Recycling
Die Initiatorin und Wirtschaftspädagogin Marion Zirkl erläuterte das Motiv der Challenge: Ziel war es, aus vorhandenem, wiederverwertbarem Material innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine kreative Produkt- oder Geschäftsidee auszuarbeiten und diese anschließend vor einer Jury zu präsentieren. Vorbereitend hatten die Klassen im Unterricht die Themen Müll, Recycling, Umwelt und die Global Goals behandelt.
"Mit Abfall kann man Wert schaffen."
Die Schülergruppen konnten auf ihr eigenes Müllkontingent zurückgreifen; erlaubt waren unter anderem Kartons, Dosen, Flaschen, aber auch ungewöhnliche Materialien wie eine kaputte Gitarre oder Trockenblumen. Am Ende mussten die Teams ihre Konzepte in einem zweiminütigen Elevator Pitch vorstellen.
Ablauf, Jury und Bewertung
Die Challenge gliederte sich in eine Vorrunde und ein Finale. In der Vorrunde bewertete eine kleine Lehrer-Jury die Klasseninternen Präsentationen; pro Klasse qualifizierten sich die besten zwei Teams für das Finale. Die Finalrunde fand öffentlich statt: Auf einer Bühne mit Mikrofon präsentierten die Teams vor einer externen Fachjury.
- Vorrunde: Klasseninterne Präsentationen vor Lehrkräften
- Finale: Präsentationen vor externen Jury-Mitgliedern und Publikum
- Bewertung: Punktevergabe anhand eines Kriterienkatalogs
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Organisatorin | Marion Zirkl (Wirtschaftspädagogin) |
| Fachjury | Nadine Schleifer (WEZ-Centerleiterin), Tobias Kalcher (Raiffeisenbank Weststeiermark) |
| Prämiertes Projekt | Dosenhotel |
Die Fachjury, darunter Nadine Schleifer und Tobias Kalcher, beurteilte die Projekte anhand eines festgelegten Kriterienkatalogs. Laut Veranstalterinnen und Veranstaltern waren die Schülerinnen und Schüler zwar teils nervös, hätten sich aber insgesamt sehr gut präsentiert.
Was das für den Bezirk bedeutet
Für den Bezirk Voitsberg ist die Veranstaltung mehr als eine schulische Übung: Sie fördert unternehmerisches Denken, Umweltbewusstsein und Präsentationskompetenz junger Menschen — Fähigkeiten, die in der regionalen Arbeitswelt zunehmend nachgefragt sind. Kooperationen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren wie dem WEZ-Center und der Raiffeisenbank stärken zudem die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft und eröffnen Möglichkeiten für zukünftige Projekte oder Praktika.
Eltern und weitere Interessierte im Bezirk können solche Formate als Modell betrachten: Die Kombination aus Unterrichtseinheiten zu Nachhaltigkeit und praktischer Anwendung in Wettbewerbsform eignet sich zur Stärkung von Problemlösungskompetenz und Teamarbeit bei Jugendlichen. Konkrete Informationen zu ähnlichen Angeboten an der Schule lassen sich direkt bei der BHAK/BHAS Voitsberg erfragen.