Ausbildung abgeschlossen, Einsatzbereitschaft gestärkt
Die 31-jährige Cornelia Knapp aus Wolfsberg hat bei der Bergrettung St. Andrä ihre Ausbildung zur Bergretterin erfolgreich abgeschlossen. Knapp engagiert sich seit Oktober 2021 ehrenamtlich in der Ortsstelle und übernimmt dort bereits mehrere Aufgabenbereiche: Sie ist BRIS-Redakteurin, betreut die Öffentlichkeitsarbeit, wirkt als stellvertretende Ortsstellenleiterin und durchläuft zusätzlich die Ausbildung zur Peer in der Bergrettung.
Motivation und Weg
Ihren Einstieg in die Bergrettung beschreibt Knapp als eher spontan: Ein Bekannter regte sie an, sich zu engagieren, da sie gern in den Bergen unterwegs sei. Anfangs unsicher wegen vermeintlich fehlender Qualifikationen, ließ sie sich überzeugen und blieb der Organisation seither verbunden. Die Kameradschaft und die entstandenen Freundschaften nannte sie als wesentliche Motivation, aktiv zu bleiben.
„Skifahren kannst du und klettern kann man lernen.“
Umfangreiche und fordernde Ausbildung
Die Ausbildung zur Bergretterin verlangt laut Ortsstelle Ausdauer und Engagement: Im ersten Jahr sind Eignungsprüfungen im Fels- und Skibereich zu bestehen. Darauf folgen mehrere Lehrmodule sowie regelmäßige Trainingsabende und Übungstouren. Diese Vorbereitung soll sicherstellen, dass neue Einsatzkräfte sowohl in technischen Bergrettungstechniken als auch in Erster Hilfe und Orientierung fit sind.
- Start des Engagements: Oktober 2021 (ehrenamtlich bei Bergrettung St. Andrä)
- Aufgaben in der Ortsstelle: Öffentlichkeitsarbeit, BRIS-Redaktion, stellvertretende Ortsstellenleitung, Peer-Ausbildung
- Schwerpunkte der Ausbildung: Fels-, Ski- und Gletschertechnik, Eisfalltraining, GPS-Training, regelmäßige Trainingsabende
Übersicht der Lehrmodule
| Modul | Dauer / Häufigkeit |
|---|---|
| Felskurs 1 und 2 | jeweils eine Woche |
| Winterkurs | eine Woche |
| Gletscherkurs | eine Woche |
| Eisfallkurs | Wochenende |
| GPS-Training | 1 Tag |
| Trainingsabende | monatlich |
Bedeutung für die Region
Das Engagement von Ehrenamtlichen wie Knapp ist für die Sicherheit im alpinen Raum des Bezirks Wolfsberg von hoher Bedeutung. Gut ausgebildete Ortsstellen erhöhen die Einsatzfähigkeit bei Unfällen und helfen, Rettungszeiten zu verkürzen. Zugleich zeigt der Werdegang, dass der Zugang zur Bergrettung auch für Quereinsteigerinnen mit Motivation und entsprechender Ausbildung offensteht.
Für Bewohner und Bergsportler im Bezirk bedeutet dies konkret: Eine stärkere personelle Ausstattung der Bergrettung St. Andrä kann im Einsatzfall zu schnelleren und effizienteren Rettungsmaßnahmen führen. Wer selbst Interesse an einer Mitarbeit hat, findet in der Ortsstelle Ansprechpartner für Informationen zu Eignungsprüfungen und Ausbildungsvoraussetzungen.