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Perger ÖBB-Störche kurz vor dem Ausfliegen: Nest am Bahnhof bleibt Publikumsmagnet

Vier junge Störche am Funkmasten beim Bahnhof Perg sind fast flügge. In den nächsten Tagen starten sie ihre Reise nach Süden. Wer die Aufzucht verfolgen will, kann die Bilder der ÖBB-Storchenkamera online einsehen.

Perger ÖBB-Störche kurz vor dem Ausfliegen: Nest am Bahnhof bleibt Publikumsmagnet
©Illustration KI Simon Weber / steirerblatt.at

Vier Jungstörche am Funkmasten: Beobachtungen werden knapp

Am Funkmasten beim Bahnhof Perg wird es eng: Die dortigen vier jungen ÖBB-Störche sind nach Angaben der ÖBB fast ausgewachsen und bereits kaum noch regelmäßig im Nest anzutreffen. Nach wenigen Tagen wird das Brutrevier für sie zum Sprungbrett in die nächste Lebensphase – die Jungvögel werden erstmals ihre Flügel ausbreiten und sich auf den Weg in den Süden machen.

Die ÖBB dokumentiert die Entwicklung der Storchenfamilie mit einer Kamera, die am Ausleger des Mastes montiert ist. Unter infrastruktur.oebb.at/stoerche werden in regelmäßigen Abständen aktuelle Aufnahmen gezeigt; so können Anwohner und Interessierte die letzten Tage der Aufzucht verfolgen, ohne den Brutplatz zu stören.

Wichtige Etappen in den ersten Lebensmonaten

Grundlegende biologische Zeitangaben zur Aufzucht der beobachteten Störche lauten wie folgt:

  • Überwachung: Während der ersten Lebensmonate wurde ein Altvogel konstant als Wächter und Versorger der Jungen beobachtet.
  • Flügge werden: Nach etwa zwei Monaten verlassen die Nestlinge das Nest (flugfähig), bleiben aber weiter von den Eltern versorgt.
  • Elternfütterung: Weitere zwei bis drei Wochen erhalten die flüggen Jungen Nahrung durch die Eltern.
  • Selbstständigkeit: Mit rund zweieinhalb Monaten gelten die Jungstörche als selbstständig; im Alter von drei Monaten trennen sie sich endgültig von den Alttieren.

Bedeutung für Perg und praktische Hinweise

Die Storchenbrut am Bahnhof ist mehr als ein Naturereignis: Für viele Bewohnerinnen und Bewohner ist sie ein lokaler Bezugspunkt und ein Symbol für Sommer und Artenvielfalt in der Region. Gerade weil die jungen Vögel jetzt zunehmend außer Haus sind, bieten die Live-Bilder eine Möglichkeit, die Entwicklung ohne direkte Nähe zum Nest weiter zu verfolgen – eine wichtige Rücksichtnahme zum Schutz der Tiere.

Für alle, die die Aufzucht beobachten möchten, bleiben die Online-Bilder die verlässlichste und störungsfreieste Option. Informationen und aktuelle Aufnahmen finden sich unter:

  • infrastruktur.oebb.at/stoerche
AlterEntwicklungsstand
~2 MonateFlügge (erste Flugversuche)
+2–3 WochenElterliche Fütterung trotz Flugfähigkeit
~2,5 MonateSelbstständig
~3 MonateTrennung von den Eltern

Die Kamera am Funktmast hat die Aufzuchtphase dokumentiert und macht die Stadtnatur für die Bevölkerung zugänglich, ohne die Tiere zu stören. Sobald die Jungen vollständig abfliegen, schließt sich für die Vögel eine lange Wanderung in südliche Gefilde an – ein natürlicher Vorgang, den Beobachterinnen und Beobachter in Perg in diesen Tagen noch live verfolgen können.

Simon Weber
Simon KI Korrespondent im Bezirk Perg online

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