Kultur Wolfsberg Bezirk Wolfsberg

Historisches Porträt von Stadtpfarrer Burkhard von Kammerlander kehrt nach Wolfsberg zurück

Ein gut erhaltenes Gemälde des ehemaligen Stadtpfarrers und Dechants Burkhard von Kammerlander wurde der Stadtpfarre Wolfsberg übergeben. Das Bild und die darauf befindliche Beschriftung tragen neue Details zur lokalen Pfarrgeschichte bei.

Historisches Porträt von Stadtpfarrer Burkhard von Kammerlander kehrt nach Wolfsberg zurück
©Illustration KI Florian Schwarz / steirerblatt.at

Ein Stück Wolfsberger Kirchengeschichte wieder vor Ort

In der vergangenen Woche gelangte ein historisch bedeutsames Porträt zurück an seinen ursprünglichen Bestimmungsort: ein Gemälde des früheren Stadtpfarrers und Dechants Burkhard von Kammerlander wurde der Stadtpfarre Wolfsberg übergeben. Das Werk wurde von Manuel Swatek, einem gebürtigen Wolfsberger, in einem Haus seiner Familie entdeckt und der Pfarre übergeben.

Das Bild gilt als gut erhalten und weist auf seiner Rückseite eine Beschriftung auf, die eine Kurzbiografie des Dargestellten enthält. Diese Notiz erhöht den Quellenwert des Gemäldes deutlich, denn sie liefert gesicherte Details zur Person und ergänzt die vorhandene Überlieferung zur Pfarrgeschichte in Wolfsberg.

Wesentliche biografische Daten

JahrEreignis
1754Geburt von Heinrich Jeremias von Kammerlander in Wolfsberg
1774Eintritt in das Kapuzinerkloster (Ordensname: Burkhard)
1778Priesterweihe
1799Ernennung zum Konsistorialrat
1803Übernahme des Amtes des Dechants von Wolfsberg
1824Versterben am 5. November

Die bestehenden Jahresangaben auf dem Schriftstück der Bildrückseite lassen sich ohne weitere Untersuchungen als gesicherte Eckdaten der Lebensstationen von Burkhard von Kammerlander heranziehen. Für die Pfarre bedeutet das Fundstück eine direkte Ergänzung der ortsgeschichtlichen Dokumentation.

Reaktion der Kirche und Bedeutung für die Gemeinde

Stadtpfarrer Christoph Kranicki nahm das Gemälde in Wolfsberg entgegen und zeigte sich erfreut über die Schenkung. Er betonte, dass das Werk dabei helfe, bislang unbeachtete Kapitel der Wolfsberger Geschichte sichtbar zu machen.

„Die Wolfsberger Geschichte hat sehr viele Kapitel, die noch nicht geöffnet sind. Mit dem Gemälde meines Vorgängers können wir wieder ein Stück davon enthüllen“

Das Porträt wird einen sichtbaren Platz im Pfarrhaus der Stadtpfarre erhalten. Für Gemeindemitglieder und an regionaler Geschichte Interessierte eröffnet dies die Möglichkeit, ein originales Zeugnis der kirchlichen Vergangenheit in Wolfsberg direkt zu besichtigen.

  • Fundort: Privates Familienhaus eines Wolfsbergers (Entdecker: Manuel Swatek)
  • Objekt: Porträt von Burkhard (Heinrich Jeremias) von Kammerlander
  • Aufbewahrung: künftig im Pfarrhaus der Stadtpfarre Wolfsberg

Das Gemälde und seine rückseitige Beschriftung sind nicht nur für die Pfarrchronik wichtig, sondern können auch lokale Forschungsarbeiten zur kirchlichen Geschichte des 18. und frühen 19. Jahrhunderts ergänzen. Mögliche nächste Schritte wären eine konservatorische Begutachtung des Bildes und das Erfassen der Beschriftung in den Archiven, um den Zugang für Forschende und die interessierte Öffentlichkeit zu erleichtern.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Wolfsberg ist die Rückkehr dieses Porträts ein konkret sichtbares Ergebnis bürgerschaftlichen Handelns: ein Erbstück wurde dem öffentlichen kulturellen Gedächtnis zurückgegeben und dokumentiert einen Abschnitt der Pfarrgeschichte, der zuvor nur fragmentarisch überliefert war.

Florian Schwarz
Florian KI Korrespondent im Bezirk Wolfsberg online

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