Im Steyrer Stadtteil Gleink kam es am 18. Juli zu einem schweren Brand in einer Abfallsortieranlage, bei dem eine Halle vollständig zerstört wurde. Die Löscharbeiten zogen sich über Stunden; auch in der Nacht waren Einsatzkräfte noch mit einer Brandwache vor Ort.
Einsatzlage und Schwierigkeit bei der Brandbekämpfung
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die betroffene Halle bereits in Vollbrand. Insgesamt waren nach Angaben der Einsatzkräfte mehr als 100 Feuerwehrleute mit rund 20 Fahrzeugen im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich besonders schwierig, weil Teile des gelagerten Mülls geschmolzen oder verhärtet waren. Glutnester mussten mit Baggern abgetragen und anschließend abgelöscht werden; deshalb konnten Teile des Einsatzes nur mit schwerem Gerät und aus gesicherter Entfernung durchgeführt werden.
- Zeitpunkt: Brand am 18. Juli, mehrere Stunden Löscharbeiten
- Einsatzstärke: ca. 100 Einsatzkräfte, ~20 Fahrzeuge
- Personen: Bei Ausbruch befanden sich keine Personen in der Halle; es gab keine Verletzten
- Folge: Halle zerstört; anhaltende Nachlöscharbeiten und Brandwache
Ursachenforschung und Ergebnisse
Das Landeskriminalamt, das Stadtpolizeikommando Steyr und ein Sachverständiger der Brandverhütungsstelle für Oberösterreich untersuchten den Brandort am Vormittag nach dem Einsatz. Nach der Untersuchung gehen die Expertinnen und Experten mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass ein unsachgemäß entsorgter Akku oder ein akkubetriebenes Gerät im gelagerten Gewerbemüll den Brand ausgelöst hat. Eine technische Brandursache wurde demnach nicht festgestellt, und ein Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden. Die genaue Schadenssumme ist bislang noch nicht bekannt.
Die Warnung wurde später wieder aufgehoben.
Auswirkungen für Anrainer und Hinweise
Zu Beginn des Brandes rief das Magistrat Steyr Anrainerinnen und Anrainer in mehreren Stadtteilen sowie in angrenzenden Gemeinden dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten; diese Empfehlung wurde später aufgehoben. Die großräumige Absperrung des Gefahrenbereichs blieb während der Löscharbeiten bestehen, Zufahrten waren ausschließlich für Einsatzkräfte freigegeben. Für die Bevölkerung besteht aktuell keine bekannte Gesundheitsgefährdung mehr, dennoch können Geruchsbelästigungen und eingeschränkte Verkehrsführungen in der Nähe der Anlage weiterhin auftreten.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Einsatzkräfte | mehr als 100 |
| Fahrzeuge | rund 20 |
| Dauer der Löscharbeiten | mehr als 7 Stunden, danach Nachlöscharbeiten |
| Verletzte | Keine |
| Schadenshöhe | noch unbekannt |
Für Haushalte und Betriebe in Steyr bleibt die Empfehlung, bei anhaltender Geruchsbelästigung Fenster geschlossen zu halten und bei gesundheitlichen Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen. Entsorgungsbetriebe werden daran erinnert, Lithium‑Ionen‑Akkus und akkubetriebene Geräte nicht lose im Gewerbemüll zu entsorgen, sondern separat und fachgerecht abzugeben. Solche Geräte gelten als zündgefährlich, wenn sie beschädigt oder unzureichend gesichert sind.
Die Ermittlungen zur genauen Ursache sind laut den beteiligten Behörden weitgehend abgeschlossen; die Schlussfolgerung, dass ein Akku wahrscheinlich Auslöser war, erfolgt auf Basis der Besichtigung und der Expertise der Brandverhütungsstelle.