Feuer breitete sich schnell Richtung Groß‑Enzersdorf aus
Der Vegetationsbrand am Mühlwasser in der Wiener Lobau am 4. August entwickelte sich rasch und stellte die Einsatzkräfte vor erhebliche Herausforderungen. Laut Bezirksfeuerwehrkommando Gänserndorf wurden insgesamt 18 Hektar verbrannt. Das Feuer entstand überwiegend auf Wiener Stadtgebiet, breitete sich jedoch aufgrund der anhaltenden Trockenheit und hoher Temperaturen in Richtung Groß‑Enzersdorf aus.
Großer Einsatz von Feuerwehren und Spezialkräften
Die Bekämpfung des Brandes erforderte einen umfangreichen Kräfteaufwand. Insgesamt standen die Freiwilligen Feuerwehren aus Niederösterreich mit 46 Fahrzeugen und 226 Mitgliedern im Einsatz. Unterstützt wurden die Ortsfeuerwehren von der Waldbrand‑Sondereinheit Ost, die speziell für schwer zugängliche Gelände ausgerüstet ist. Ergänzend war der Polizeihubschrauber „Libelle“ mit gezielten Wasserabwürfen im Einsatz.
„Durch das koordinierte Zusammenspiel von Luft‑ und Bodeneinsatz konnten kritische Brandherde rasch eingedämmt und ein weiterer Flächengewinn des Feuers verhindert werden“, berichtet das Bezirksfeuerwehrkommando Gänserndorf.
Gefährdung kritischer Infrastruktur und Vorsichtsmaßnahmen
Da sich der Brand nahe einer OMV‑Gasstation befand, wurde vorsorglich auch die Betriebsfeuerwehr der OMV eingebunden. Gemeinsam setzten die Kräfte Schutzmaßnahmen, um die kritische Infrastruktur zu sichern und eine Ausbreitung auf Versorgungseinrichtungen zu verhindern.
Ursache: Wahrscheinlichkeit einer Zigarette
Das Forstamt spricht nach ersten Erkenntnissen von einer möglichen Ursache: die Glut einer Zigarette. In der Berichterstattung wird dieser Umstand als mögliche Fahrlässigkeit bezeichnet, die die Entstehung des Großbrandes erklären könnte. Am Mittwochvormittag wurde „Brand aus“ vermeldet, der Einsatz zog sich jedoch wegen der schwierigen Bedingungen und der Größe der Brandfläche über Stunden hin.
Konsequenzen für Einsatzkräfte und Anrainer
Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 °C stellte die Einsatzkräfte vor enorme körperliche Belastungen. Für die Bevölkerung in und um Groß‑Enzersdorf bedeutet ein solcher Vorfall einerseits unmittelbare Rauchbelastung und potenzielle Verkehrsbehinderungen durch Einsatzkräfte, andererseits entsteht ein erhöhtes Risiko für Folgebrände in der Region, solange Trockenheit und Hitze anhalten.
- Datum des Einsatzes: 4. August
- Betroffene Fläche: 18 Hektar
- Eingesetzte Kräfte: 46 Fahrzeuge, 226 Mitglieder, Waldbrand‑Sondereinheit Ost, Polizeihubschrauber „Libelle“, OMV‑Betriebsfeuerwehr
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Brandfläche | 18 Hektar |
| Fahrzeuge | 46 |
| Einsatzkräfte | 226 |
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Gänserndorf gilt insbesondere jetzt: bei Spaziergängen und im Freien auf Raucherreste achten, Lagerfeuer und offene Glut vermeiden sowie bei Sichtung von Rauch sofort die Feuerwehr (Telefon 122) alarmieren. Die Feuerwehr weist zudem auf die hohe Belastung der Einsatzkräfte hin und dankt den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.