Premiere mit Signalwirkung für die lokale Kulturszene
Auf der Kulturbühne dakig in Gänserndorf hat im Rahmen des WEIN/4-Festivals erstmals ein Poetry Slam stattgefunden. Unter dem Titel „Sturm & Stimme“ präsentierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst verfasste Texte – performativ vorgetragen und bewertet vom Publikum. Die Veranstaltung setzte damit einen Akzent, der weit über einen Einzelabend hinausweist: Ein niederschwelliger Zugang zur Literatur, verknüpft mit Bühnenpräsenz, macht das Format für Jugendliche, junge Erwachsene und geübte Wortkünstlerinnen gleichermaßen attraktiv.
„Sturm & Stimme“
Im Finale standen laut Veranstaltungsangaben die Beiträge von Elena Sarto, BraVe, Juliane und Simon Tomaz. Den Sieg trug Elena Sarto davon. Das Publikum erlebte eine Reihe pointierter, teils humorvoller, teils ernsthafter Texte – mit sichtbarem Fokus auf Inhalt, Vortrag und Bühnenwirkung. Ein Foto der Finalrunde dokumentiert die atmosphärische Dichte des Abends.
Vorbereitung durch Workshop: Einstieg erleichtert
Bereits im Vorfeld bot die Projektgründerin Katharina Wenty einen Poetry-Slam-Workshop an. Schülerinnen, Schüler und Interessierte konnten dabei kreatives Schreiben und das selbstsichere Performen erproben. Dieses pädagogische Element ist für den Bezirk Gänserndorf besonders bedeutsam: Es senkt die Einstiegshürde, fördert sprachliche Ausdruckskraft und öffnet die Bühne für junge Stimmen aus der Region.
- Erstmalige Durchführung eines Slams auf der Kulturbühne dakig im Rahmen des WEIN/4-Festivals
- Workshop mit Fokus auf Textarbeit und Auftritt, geleitet von Katharina Wenty
- Finalbeiträge von BraVe, Juliane, Simon Tomaz und Siegerin Elena Sarto
Was das für Gänserndorf bedeutet
Für die lokale Kulturlandschaft ist „Sturm & Stimme“ mehr als Programmpunkt: Das Format belebt die Szene zwischen Schule, Verein und Bühne. Gerade im ländlichen Raum ist der Zugang zu professionell begleiteten Kulturangeboten nicht selbstverständlich. Ein Workshop, der Schreibpraxis mit Bühnenauftritt verbindet, schafft Lernräume, die sich auch in Unterricht, Jugendarbeit und Vereinsaktivitäten auswirken können. Gleichzeitig erweitert ein publikumsorientiertes Format wie Poetry Slam die kulturelle Teilhabe: Bewertet wird unmittelbar im Saal – Nähe zwischen Auftretenden und Publikum ist Teil des Konzepts.
Finalrunde im Überblick
| Teilnehmende | Status |
|---|---|
| Elena Sarto | Sieg |
| BraVe | Finale |
| Juliane | Finale |
| Simon Tomaz | Finale |
Der sichtbar hohe Zuspruch – dokumentiert durch die Finalrunde und die vorangegangene Workshop-Teilnahme – lässt darauf schließen, dass es in Gänserndorf ein Publikum für literarische Live-Formate gibt. Die Verbindung von Text, Performance, Gestik und Mimik forderte die Auftretenden heraus und machte zugleich den Reiz des Abends aus.
Ausblick: Potenzial für Kontinuität
Auch wenn der Poetry Slam im Rahmen des Festivals stattfand, hat die Premiere das Potenzial, sich als wiederkehrendes Angebot zu etablieren. Für Schulen und Jugendinitiativen im Bezirk könnte der Zugang über Workshops, Schreibwerkstätten und offene Bühnen den Weg ebnen, Talente frühzeitig zu fördern. Die Kulturbühne dakig hat mit der ersten Ausgabe eine Grundlage gelegt, auf der sich Kooperationen zwischen Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft weiterentwickeln können.
Die Bilanz des Abends fällt damit klar aus: Ein starker Start für ein Format, das Sprache und Öffentlichkeit zusammenführt – und mit Elena Sarto eine Gewinnerin, die die Premiere von „Sturm & Stimme“ in Gänserndorf prägt.