Die 32. Ausgabe der Donaufestwochen im Strudengau läuft in diesem Jahr vom 24. Juli bis 15. August und präsentiert unter der künstlerischen Führung des neuen Intendanten Johannes Hiemetsberger ein Programm, das Alte Musik mit zeitgenössischen Fragestellungen verknüpft. Das Festival versteht sich nicht nur als Spielstätte, sondern als Arbeits- und Begegnungsort für Künstlerinnen und Künstler sowie die Bevölkerung der beteiligten Gemeinden.
Premiere auf Schloss Greinburg
Als zentrales Ereignis gilt die Musiktheaterproduktion „Sophia oder Der Preis der Freiheit“, deren Premiere am 1. August auf Schloss Greinburg stattfindet. Das Libretto stammt vom Historiker und Autor Philipp Blom und setzt sich mit der aktuellen Frage nach dem Wert und den Kosten von Freiheit auseinander — auch vor dem Hintergrund neuer "Gottheiten" wie der künstlichen Intelligenz. Musikalisch baut das Werk auf Motiven von Johann Sebastian Bach auf; die Komponistin Saskia Bladt hat daraus eine Neufassung entwickelt. Die Regie übernimmt Manuela Kloibmüller, die musikalische Leitung liegt bei Intendant Hiemetsberger, der das L’Orfeo Barockorchester mit der Company of music verbindet.
Netzwerk Residenzen und Vermittlung
Ein Schwerpunkt des Festivals sind Künstlerresidenzen in den beteiligten Gemeinden des Strudengaus. Diese Aufenthalte ermöglichen neben Konzerten auch Austauschformate und Bildungsangebote. Zur Programmstruktur gehören unter anderem:
- Konzertreihen mit Ensembles wie dem L’Orfeo Barockorchester, dem Kainberg Quartett und dem Mobilis Saxophonquartett
- Residenzprojekte mit begleitenden Vermittlungsformaten
- Workshops und Mitmachformate für Schulen und Laien
Als konkrete Vermittlungsangebote sind unter anderem die Orgel-Rad-Tour „Auf zu den Königinnen“, die Musikant:innenwerkstatt „Komm, spiel mit“, das Dialogformat „Schule des Zuhörens“ sowie private Wohnzimmerkonzerte aufgeführt. Diese Formate zielen darauf ab, Kultur nahbar zu machen und lokale Beteiligung zu stärken.
„Musik, Räume und Menschen“
Was das für den Bezirk Perg bedeutet
Für die Region bringt das Festival mehrere Effekte: Es fördert den Kulturtourismus, schafft temporäre Arbeits- und Begegnungsorte und bietet lokalen Einrichtungen wie Schloss Greinburg eine erhöhte Sichtbarkeit. Gemeinden profitieren zudem von Besucherströmen und der Einbindung von Schulen und Vereinen in Vermittlungsprojekte. Die Zusammenarbeit von internationalen Ensembles mit lokalen Akteurinnen und Akteuren stärkt zudem die kulturelle Infrastruktur vor Ort.
| Datum | Programmpunkt | Ort |
|---|---|---|
| 24. Juli – 15. Aug. | Festivalzeitraum | Strudengau (versch. Gemeinden) |
| 1. August | Premiere „Sophia oder Der Preis der Freiheit“ | Schloss Greinburg |
Das Festivalpublikum sollte sich frühzeitig über Termine und Karten informieren, da einzelne Veranstaltungen, insbesondere die Premiere, mit erhöhtem Andrang zu rechnen haben. Angaben zu Tickets, genauen Spielorten und Uhrzeiten sind über die Festivalorganisation verfügbar.
Die heurige Ausgabe setzt damit einen Fokus auf die Verbindung von historischer Musikpraxis und aktuellen gesellschaftlichen Fragen — ein Ansatz, der sowohl kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher als auch lokale Bildungsinitiativen anspricht.