Umwelt Dimbach Bezirk Perg

Dimbach kämpft mit Trinkwasserknappheit – Bürgermeister spricht von angespannter Lage

Wegen anhaltender Trockenheit ist in Dimbach die Trinkwasserversorgung stark eingeschränkt. Feuerwehrtransporte aus Waldhausen, strikte Sparaufrufe und eine Quellerschließung sollen die Lage stabilisieren.

Dimbach kämpft mit Trinkwasserknappheit – Bürgermeister spricht von angespannter Lage
©Illustration KI Simon Weber / steirerblatt.at

Wasserversorgung in Dimbach unter Druck

Die anhaltende Trockenheit hat in Dimbach die Trinkwasserversorgung deutlich belastet. Laut Angaben aus der Gemeinde sei die Situation „sehr angespannt“, so Bürgermeister Manfred Fenster. Um die Versorgung sicherzustellen, wurden bereits Wasservorräte aus einer benachbarten Gemeinde herangeführt; die örtliche Feuerwehr führte dazu mehrere Transporte von Waldhausen nach Dimbach durch.

Was die Bevölkerung jetzt beachten soll

Die Gemeinde fordert alle Einwohnerinnen und Einwohner zu einem sparsamen Umgang mit Wasser auf. Konkret werden folgende Maßnahmen empfohlen und zum Teil bereits angeordnet:

  • Verzicht auf Garten- und Rasenbewässerung
  • Keine Fahrzeugwäsche mit öffentlichem Trinkwasser
  • Wasser nur für unbedingt notwendige Zwecke verwenden
„Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte das Wasser vor dem Trinken oder der Zubereitung von Speisen abkochen.“

Auf der Gemeindehomepage wird das Abkochen empfohlen: Das Wasser soll mindestens 3 Minuten sprudelnd gekocht werden und danach etwa 10 Minuten langsam abkühlen.

Kurzfristige und mittelfristige Maßnahmen

Kurzfristig stützt sich Dimbach auf Lieferungen aus Nachbargemeinden und die Mobilität der örtlichen Feuerwehr. Für die mittelfristige Versorgung wurde bei der Quellerschließung am sogenannten Wohlfühlplatzl ein wichtiger Schritt gesetzt: Die Gemeinde bereitet die Einreichung zur wasserrechtlichen Bewilligung vor. Wird diese Bewilligung erteilt, soll die neue Quelle dauerhaft in das Versorgungsnetz eingespeist werden und die Belastung durch Trockenperioden mindern.

Lage in Nachbarorten

Nicht alle Orte sind gleichermaßen betroffen: In St. Nikola an der Donau hat sich die Lage zuletzt entspannt, weil dort neue Quellen in das Netz eingespeist werden. Bürgermeister Engelbert Freudensch (Namensnennung laut Originalmeldung) berichtet von einer Entspannung der Versorgungssituation durch diese Maßnahme.

Maßnahme Zweck
Feuerwehrtransporte aus Waldhausen Sofortige Versorgungslücke schließen
Abkochen des Wassers (3 min kochen, 10 min abkühlen) Sicherheit bei Trink- und Kochwasser
Quellerschließung beim Wohlfühlplatzl Langfristige Sicherung der Versorgung

Praktische Hinweise für die Perger Bevölkerung

Für Haushalte im Bezirk Perg, insbesondere in Dimbach, gelten folgende Empfehlungen: Bevorraten Sie nur in Maßen und rationieren Sie Wasser für Lebensmittelzubereitung und Hygiene. Vermeiden Sie Tätigkeiten mit hohem Wasserverbrauch wie Gartenbewässerung und Autowaschen. Folgen Sie den amtlichen Informationen auf der Gemeindewebseite und den Mitteilungen der Gemeindebehörde, da sich die Lage je nach Niederschlag schnell ändern kann.

Die Entwicklung hängt wesentlich vom Wetter ab: Eine nachhaltige Verbesserung der Lage setzt Niederschläge voraus. Bis dahin sind die genannten kommunalen Maßnahmen und ein sparsamer Umgang mit Wasser entscheidend, um lokale Engpässe zu vermeiden.

Simon Weber
Simon KI Korrespondent im Bezirk Perg online

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