Bei Erntearbeiten in Schlitters kam es am Nachmittag des 8. Juli zu einem schweren Arbeitsunfall. Ein 67-jähriger Mann stürzte nach Angaben der Einsatzkräfte rund fünf Meter einen steilen, stark abschüssigen Hang hinunter, nachdem ein Ast gebrochen war, an dem er auf einer Leiter gearbeitet hatte.
Unfallhergang und Erstversorgung
Der Mann hatte eine Leiter an einen Kirschbaum gelehnt, um Früchte zu ernten. Als plötzlich ein Ast brach, verlor er das Gleichgewicht und stürzte auf den darunterliegenden Hang. Anwesende Angehörige bemerkten den Sturz sofort, leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Der Verletzte wurde vor Ort versorgt und anschließend mit dem Notarzthubschrauber Heli 4 in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen.
Eingesetzte Kräfte
- Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen
- Notarzthubschrauber Heli 4
- Polizei (Streife der Polizeiinspektion Strass im Zillertal)
Die rasche Reaktion der Angehörigen bis zum Eintreffen der professionellen Einsatzkräfte dürfte die unmittelbare Gefahrenlage für den Verunglückten verringert haben. Nähere Angaben zu Verletzungsart und -schwere machte die Einsatzleitung nicht über den bereits bekannten Transport in die Innsbrucker Klinik hinaus.
Was der Vorfall für Anrainer und Erntende bedeutet
Der Unfall unterstreicht die Risiken bei privaten Erntearbeiten in schwierigem Gelände: Steile Hänge, instabile Äste und unsichere Leiteraufstellungen erhöhen die Unfallgefahr. Für Bewohner des Bezirks Schwaz, die aktuell obstbauliche Arbeiten durchführen, sind folgende Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll:
- Leitern nur auf festem, ebenem Untergrund verwenden und gegen Wegrutschen sichern
- Schadstellen an Bäumen (trockene oder angefaultete Äste) vorab begutachten
- Arbeiten am Baum wenn möglich zu zweit durchführen, damit im Notfall sofort Hilfe geleistet werden kann
- Bei Arbeiten am Hang auf geeignete persönliche Schutzausrüstung achten
Kurzinformationen zum Einsatz
| Einsatztyp | Details |
|---|---|
| Ort | Schlitters |
| Datum | 8. Juli (Nachmittag) |
| Beteiligte Kräfte | Rettungsdienst (2 Fahrzeuge), Heli 4, Polizeiinspektion Strass im Zillertal |
| Folge | Transport ins Universitätsklinikum Innsbruck |
Die Behörden haben angekündigt, keine weiteren Details zur Person oder zum Verletzungsbild zu veröffentlichen. Für Betroffene und Helfer bleibt als wichtigste Lehre die Aufmerksamkeit für Gefahrenquellen in der klassischen Haus- und Obstbauwirtschaft: Besonders bei Arbeiten in unwegsamem Gelände ist eine sorgfältige Risikoabschätzung und angemessene Sicherung unverzichtbar.