Unfall am Triftsteig im Reichraminger Hintergebirge
Am Sonntag, dem 9. August 2026, ereignete sich gegen 13:15 Uhr im Reichraminger Hintergebirge ein schwerer Unfall: Ein 13‑jähriger Bursche aus Steyr stürzte beim Begehen des sogenannten Triftsteigs in der Folge aus einer Höhe von etwa sechs bis sieben Metern in einen Bach.
Umstände des Absturzes und erste Hilfe
Der Jugendliche war gemeinsam mit seinen Eltern unterwegs und ging zwischen ihnen auf dem schmalen Steig oberhalb des Baches. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Oberösterreich war der 13‑Jährige kurzzeitig ungesichert, als er sein Klettersteigset wieder in das Stahlseil einhängen wollte. Dabei rutschte er aus und stürzte. Die Eltern stiegen zum Verletzten ab, zogen ihn aus dem Wasser und leisteten unmittelbare Erste Hilfe.
Alarmierung und Bergung
Im Bereich des Unglücksorts bestand keine Mobilfunkverbindung. Der Vater löste deshalb über die Satellitenfunktion seines Mobiltelefons einen Notruf aus. Eine Polizeistreife aus Großraming machte sich daraufhin auf die Suche; gegen 14:45 Uhr wurden die drei Personen von den Einsatzkräften im schwer zugänglichen Gelände gefunden.
Für die Rettung des verletzten Buben kam ein Notarzthubschrauber zum Einsatz. Der Jugendliche wurde mittels Seilbergung aus dem Gelände geborgen und anschließend in das Klinikum Steyr geflogen. Seine Verletzungen wurden von der Landespolizeidirektion als Verletzungen unbestimmten Grades angegeben. Die Eltern konnten in Begleitung von Polizei und Bergrettung ins Tal zurückkehren.
- Datum und Zeit: 9. August 2026, etwa 13:15 Uhr (Sturz), 14:45 Uhr (Auffinden)
- Ort: Triftsteig, Reichraminger Hintergebirge (Bezirk Steyr‑Land)
- Beteiligte: 13‑jähriger aus Steyr, seine Eltern, Polizei Großraming, Bergrettung, Notarzthubschrauber
| Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 13:15 | Sturz des 13‑Jährigen in Gebirgsbach |
| später am Nachmittag (14:45) | Polizeistreife findet Familie im Gelände |
| nachfolgend | Seilbergung und Flug ins Klinikum Steyr |
Bedeutung für Besucherinnen und Besucher des Triftsteigs
Der Vorfall zeigt die Gefährdungslage an schmalen Klettersteigen auch für junge Berggeher und Familien. Für Menschen, die im gesamten Bezirk Steyr und der umliegenden Region in die Gebirgswelt aufbrechen, sind zwei Punkte besonders relevant:
- In Bereichen mit schlechter Mobilfunkabdeckung kann die Satelliten-Notruffunktion lebensrettend sein; Nutzer sollten die Möglichkeiten ihres Geräts kennen und die Funktion vor dem Aufbruch testen.
- Beim Umgang mit Klettersteigausrüstung ist Sorgfalt entscheidend: korrektes Ein- und Umsichern reduziert das Absturzrisiko, gerade an schmalen Stellen zwischen Begleitpersonen.
Die Einsatzleitung betonte die koordinierte Zusammenarbeit von Polizei, Bergrettung und Notarztdienst, die eine schnelle Rettung im unwegsamen Gelände möglich machte. Über den genauen Schweregrad der Verletzungen machte die Landespolizeidirektion keine weiteren Angaben; der Jugendliche wurde mit einem Notarzthubschrauber ins Klinikum Steyr geflogen.
Für Anwohnerinnen und Anwohner der Region sowie für andere Bergsportler ist dies eine Mahnung zur Vorsicht und zur Vorbereitung auf Notfälle in gegend mit eingeschränkter Erreichbarkeit.