Neu eingeführte Lehrstelle verbindet Bücherei, Archiv und Museum
Die Stadtgemeinde Neunkirchen hat als erste Gemeinde in Niederösterreich eine Lehrstelle zur Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistenz in einer standortübergreifenden Form etabliert. Den ersten erfolgreichen Lehrabschluss in diesem Modell hat Johanna Wallner erreicht. Die Ausbildung erfolgte praxisnah in der Stadtbücherei, im Stadtarchiv und im Museum, in enger Zusammenarbeit der lokalen Einrichtungen.
Praxisinhalte und Bedeutung für den Bezirk
Während ihrer Ausbildung erwarb die Absolventin Kenntnisse, die klassische Bibliotheksarbeit ebenso umfassen wie archivische Bewahrungsaufgaben und die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte. Zu den praktischen Fertigkeiten gehörten unter anderem Arbeiten mit Katalogen, Rechercheaufgaben, Medienkompetenz, Kundenbetreuung sowie Konservierungs- und Reparaturmaßnahmen an Beständen. Damit soll der lokale Bedarf an Fachkräften gedeckt und die nachhaltige Sicherung von Sammlungen und Beständen gewährleistet werden.
- Fachübergreifende Ausbildung: Einsatz in drei kommunalen Kulturinstitutionen.
- Erster Abschluss: Johanna Wallner ist die erste Absolventin dieses neuen Modells.
- Kooperation: Stadtbücherei, Stadtarchiv und Museum arbeiten strukturell zusammen.
Wer steht hinter dem Projekt
Die Einführung und der Ablauf der Ausbildung sind das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen städtischen Verantwortlichen und den Leitungspersonen der beteiligten Einrichtungen. Auf dem begleitenden Foto werden namentlich genannt: Bürgermeister Peter Teix, Vanessa Staudenhirz (Leiterin Museum/Archiv), Benedikt Wallner (Leiter Stadtbücherei) und Stadtamtsdirektor Christof Holzer. Die Stadt sieht sich damit in einer Vorreiterrolle im Bundesland.
| Person | Funktion |
|---|---|
| Johanna Wallner | erste Absolventin |
| Peter Teix | Bürgermeister |
| Vanessa Staudenhirz | Leiterin Museum/Archiv |
| Benedikt Wallner | Leiter Stadtbücherei |
| Christof Holzer | Stadtamtsdirektor |
Konkrete Folgen für die lokale Gemeinschaft
Für Neunkirchnerinnen und Neunkirchner bedeutet dieses Modell mehrere handfeste Vorteile: Es fördert den regionalen Nachwuchs, stärkt die personelle Basis für die Pflege und Erschließung lokaler Sammlungen und erhöht die Verfügbarkeit qualifizierter Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Bibliothek, Archiv und Museum. Gerade für Schulprojekte, heimatkundliche Recherche und die Betreuung von Nutzerinnen und Nutzern ist auf diese Weise langfristig bessere Fachkompetenz vor Ort gewährleistet.
Weiterhin schafft das Verschränken der Ausbildungsorte Perspektiven für vielfältigere Einsatzmöglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen und verbesserte Praxisbezüge gegenüber rein schulischen Ausbildungen. Die Stadtgemeinde hebt mit diesem Angebot ihre Rolle als Ausbildungsstandort hervor und liefert zugleich ein Beispiel für andere Gemeinden, die ähnliches planen.